Hi,
bezüglich des Kalkbruchsandes ist noch zu sagen, daß da schon auch größere Kiesstückchen dabei waren. Der harte Boden formt auch einen anderen Huf, wie z. B. loser Schotter oder weicher Sand es tun würden.
Die Hufunterseite wird im Falle eines relativ planen harten Bodens eher flacher. Finde ich dann für einen derartigen Ritt auf hartem Untergrund mit loser scharfkantiger Steinbestreuung noch schlechter.
Ob er nun eine Sohlen, oder Eckstreben LH-Entzündung hatte, kann ich nicht sagen, aber ich denke, auf die (relativ plane) Sohle, welche NIE ausgedünnt wurde, kommt schon eine extreme Belastung zu, wenn man auf steinhartem Boden mit spitzen vereinzelten Steinchenvorkommen reitet.
Das punktuelle Gewicht, ist bei der Auffußung auf dem einzelnen Huf ja sowieso unglaublich und wenn dann noch z. B. ein scharfkantiger Stein darunter liegt, kommt ein enormer Druck ebendort zustande. Das steckt ein gesunder Huf sicher öfter weg, aber verteilt über Stunden, wie ich leider erleben mußte, bei "meiner Vorbereitung" eben doch nicht.
Das teuflische an der ganzen Geschichte ist: er hat nie nachgegeben und ist auch während des ganzen Rittes, von sich aus, gut vorwärts gegangen und absolut taktrein, sowie auch bei Möglichkeit nicht auf weicheren Boden ausgewichen. Dorthin habe ich ihn, wenn möglich geführt.
Ich denke, es war die Summe der Traumata des ganzen Tages, einfach - too much - .
Mir war es eine Lehre (!!!) und es schüttelt mich heute noch ab und tut mir unendlich leid, wenn ich an das darauffolgende Dilemma meines armen Pferdes denke.
Ich stelle das hier herein, um andere Reiter zu informieren und zur Vorsicht aufzurufen!
Abschließend möchte ich trotzdem sagen: wenn geht, IMMER BARFUSS! aber bei langen Touren auf extremen Untergrund, vorne mit Schutz.
LG
Greta


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