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Thema: Menschen und Pferde

  1. #1
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    Menschen und Pferde

    Hi zusammen!
    Am Sonntag drehte ich eine kleine Hausrunde. Die Routenwahl, war etwas unglücklich gewählt, da aufgrund des schönen Wetters sehr viele Spaziergänger unterwegs waren, welche - in diesem Falle - die selbe Forststraße benützen, wie wir Reiter.
    Das erste Paar welches gerade im Begriff war, durch die Büsche, Richtung Forststraße zu brechen, blieb ebendort stehen und verharrte, als es mich, mit Pferd, erblickte. Mein Dicker äugte etwas skeptisch ins Dickicht und stapfte weiter. Einige Begegnungen später, kam mir ein Vater mit seinen Kindern entgegen, welche er offensichtlich äußerst besorgt vor meinem Pferd in Sicherheit zu bringen trachtete. Ich war noch auf keine 50 Meter herangekommen, als der Vater mit seinen Kindern begann eine kleine Böschung zu erklimmen und weiter in den Wald vorzudringen, immer nur weg von dem (schrecklichen) Pferd. Weder ist mein Pferd groß, noch schwarz, noch kam Feuer aus seinen Nüstern, da wir nur im gemütlichen Schritt unterwegs waren! Ich wollte erst noch etwas Beruhigendes rufen, ließ es aber dann. Arme Kinder!
    Am Rückweg begnete ich dann dem Paar vom Beginn, gerade um eine Wegbiegung kommend, blieben sie wie angewurzelt stehen, als sie des Pferdes gewahr wurden und drehten kurzerhand um. Die Frau suchte dann Deckung hinter einem Quellhäuschen, kam aber dann doch wieder hervor, und offensichtlich beschlossen sie, gemeinsam dem Feind zu trotzen. Sie waren nun vor mir und ich erreichte sie bald (im Schritt). Ich fragte, ob sie wegen mir umgedreht hätten. Sie verneinten.
    Wir kamen aber dann trotzdem in ein nettes Gespräch, und schließlich winkten sie meinem Pferd und mir sogar noch freundlich nach, was mich in diesem Falle ganz besonders freute .
    Wie sich leider immer wieder zeigt, nimmt die Entfremdung der Menschen von der Natur - in diesem Falle von Tieren - immer weiter zu, was ich persönlich als Verarmung und äußerst bedauerlich empfinde.
    Greta

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Barfuss
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    ja greta dies ist wohl war!!! was dann noch viel schlimmer wird wenn du noch einen hund dabei hast, was mir nochaufgefallen ist, das die rücksichtslosigkeit extrem zunimmt....
    wenn wir mit unseren pferden ganz normale nebenstrassen gehen, fälllt mir auf das viele autofahrer kaum abbremsen wenn sie an uns vorbeifahren von wegen schrittgeschwindigkeit, motorradfahrer drehen erst recht noch auf das ja der auspuff neben dem pferd dröhnt, auch radfahrer kommen wie der blitz von hinten angeschossen dass es oft schon mich vor lauter schreck vom pferd haut..... wir sind doch auch verkehrsteilnehmer !!!!!!!!!!

  3. #3
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    Hallo Greta,
    das sind alles normale Reaktionen von Menschen, die noch nie mit Pferden umgegangen sind. Für sie ist ein Pferd groß, stark, gefährlich und furchterregend. Da hilft nur Geduld und Aufklärung, wie im Falle des winkenden Paares.

    LG
    Hermann

  4. #4
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    Servus Greta!

    Vielleicht haben sich diese menschen gar nicht vor deinem Pferd gefürchtet, sondern............?????

    LG gerald

  5. #5
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    @ Gerald, Du hast es auf einen Schlag erkannt !!!!! Feuer kam nämlich aus meinen Nüstern, äh, Nasenlöchern !

    @ Barfuss, diese Dinge sind wahrscheinlich schon jedem von uns passiert, resultiert aber - meist - aus Unwissenheit anderer Verkehrsteilnehmer, was einem im Schadensfalle auch nicht hilft.
    Da habe ich von einer Freundin viel gelernt. Die dreht sich im Falle eines besonders laut oder schnell heranbrausenden Motorrades, Lkw´s oder Trackers eben auf schmalen Seitenstraßen einfach um und deutet mit der Hand langsam. Das wirkt eigentlich immer!
    Mit den Radfahrern im Wald habe ich die Erfahrung gemacht, daß sofern man zum Sprechen kommt, die Bitte um eine
    f r ü h e Lautäußerung - Klingeln, rufen - meistens schon angenommen wird.
    Den "anderen" begegnet man Gott sei Dank nicht so oft.

    @ Hermann, da hast Du genau recht. Die Entfremdung nimmt leider zu und dagegen hilft meist nur freundliches Auf- und Erklären.
    LG
    Greta

  6. #6
    Benutzer Avatar von cooksonia
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    Vielleicht passt es grad an dieses Stelle...
    Manchmal bekommt man auch als Reiter "positives Feedback" von anderne Wald- und Wiesennutzern.

    Bei uns in der Gegend sind zu sonnigen Sonntagen die Wege relativ voll mit dem natursuchenden Volk und da habe ich schon häufiger Sprüche gehört wie:

    "Darf ich auch mal reiten?"
    - Klar, die dürfen auch gern mal anfassen... reiten ist dann aber immer nicht drin

    oder:

    Wenn man Hufglocken nutzt:
    "Was hat das Pferdchen denn für hübsche Lackschuhe?"

    auch immer wieder gerne, wenn ich mit Handpferd unterwegs bin:
    "Ist das ein Ersatzpferd?"
    oder:
    "Hast du den zweiten Reiter verloren?"

    Mittlerweile bin ich auf solche Sprüche immer schon vorbereitet und dann kann man mit den Leuten das ein oder andere nette Wort wechseln.

    Aber leider hast du Recht, bestimmt 50% der Leute machen lieber einen großen Bogen um die gefährlichen Vierbeiner. Und das, obwohl man über meine noch locker drüber gucken kann...

  7. #7
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    Grüß Euch!
    Also die beiden Beispiele vom Sonntag habe ich deshalb gepostet, weil sie eigentlich außerordentlich sind. Das kommt bei uns wirklich nicht sehr oft vor. Aber zwischen der Selbstverständlichkeit einer Pferdesichtung und dem einmaligen oder erstmaligen Erlebnis eben dieser, gibt es die ganze Bandbreite an Reaktionen. Was noch zu bemerken bleibt: in der Regel gehen Kinder ganz unbefangen auf Tiere, Pferde zu. Erst durch die Erwachsenen passieren dann entsprechende Anleitungen. Und die Zahl der "Erstsichtungen" nimmt leider schon zu.
    Greta

  8. #8
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    Im Allgemeinen habe ich keine Probleme mit den Leuten, die ich beim Reiten antreffe. Ich versuche immer, höflich zu sein und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, was ich nicht nur bei Spaziergängern, sondern auch bei Bauern wichtig finde. Einstieg ins Gespräch können neben den schon erwähnten Lackschuhen (bei uns sind es dann eher Finken) auch Manöver sein, die man mit dem Pferd übt, so fragten mich einmal ein paar Wanderer, wie ich denn den Slalom um die Bäume schaffen würde, obwohl ich die Zügel in einer Hand hielt.

    Wenn mein Jungspund angesichts etwa eines Motocross-Fahrers unsicher reagiert, signalisiere ich, sie sollen langsam fahren, und wenn sie in der Nähe sind frage ich, ob sie nicht mit Gawan sprechen könnten, damit er versteht, dass es sich bei diesen Monstern um Menschen handelt. Die meisten Fahrer lassen sich darauf ein, manche ziehen dann sogar den Helm ab.

    Eines der witzigsten Erlebnisse hatte ich vor Jahren mit einer jungen Nonne, die mir erzählte, eine ihrer Mitschwestern sei in ihrem “früheren Leben” geritten, und habe davon geschwärmt, wie toll das Reiten sei. Sie sei aber selbst noch nie auf einem Pferd gesessen. Da sagte ich, sie könne schon auf das Pferd steigen, wenn das mit ihrem Kleid ginge. Und sie raffte ihren Habit hoch und stieg auf das Pferd (das ich natürlich führte).

    Liebe Grüsse
    Tanja

  9. #9
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    Servus Tanja!
    Bei uns gibt es einen Spruch, "Reden bringt die Leut z´samm".
    Also im Dirndl ist schon einmal eine Anwältin auf meinem Dicken geritten . Einem Habit jedoch, habe ich nichts entgegenzusetzen .
    LG
    Greta

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