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Thema: Easyboot Epic nach 200km

  1. #1
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    Easyboot Epic nach 200km

    Grüß Euch!

    Nach gut 200km mit den Epics an unseren 2 Pferden (knapp 800kg) ziehe ich nun ein Resümee:

    Ich finde sie eher schlecht!

    Die Sohle ist extrem rutschig, sobald der Boden feucht ist, egal ob Gras, Waldboden, Erde oder Lehm, die Epics rutschen, daß es lebensgefährlich ist. Die optionalen Quick Stouts sind absolut nutzlos dagegen.
    Der Schließmechanismus ist sehr mühsam und die Drähte von 2 Schuhen musste ich schon erneuern, da abgerissen, bzw stark eingerissen.
    In tieferem Boden, also Schlamm oder Schnee gehen die Schnallen öfter auf, bzw weden beim Einsinken aufgedrückt..
    Die Gaiter sind dermaßen empfindlich, daß sie bei der kleinsten Fehlbelastung einreißen. Kommt man nur kurz beim an- oder ausziehen daran an, sind sie eingerissen. Als ich noch die zu großen Probeschuhe hatte und einen im Trab verlohr, hing er zwar am Gaiter, DER war aber stark eingerissen.
    Sämtiliche Schrauben müssen ständig nachgezogen werden. Die Kreuzschlitze waren übrigens schon in der Originalverpackung ordentlich abgedreht.

    Die Vorteile:
    Die Epics halten sehr gut am Huf!
    Allerdings nur dank Gaiter, die Trachtenbänder kann man sogar herausschneiden. Habe den Gaiter mal entfernt, worauf die Schuhe (an den Vorderbeinen) trotz perfekter Passung und angeknalltem Trachtenband bei jedem Schritt herunter fiehlen.
    Andererseits passen die Schalen auf unseren Hinterbeinen nicht gut und trotz herausgeschnittenem Trachtenband halten sie bombenfest.
    D.h. Die Epics halten DANK GAITER sehr gut.
    Nach 200 km auf unterschiedlichsten Untergründen, reitend und fahrend sind zwar leichte Benutzungsspuren an den Sohlen zu sehen, aber erine echte Abnutzung ist nicht zu erkennen.

    Fazit:
    Ohne meinen zahlreichen Umbauarbeiten wären die Epics an unseren beiden Pferden absolut unbrauchbar.

    LG gerald

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Servus Gerald,

    Deine Beobachtungen kann ich aus früherer Zeit bestätigen. Die Epics sind sehr rutschig, dort sind die Bare "etwas" besser. Sie halten wirklich auch nur am Huf wegen der Gaiter. Diese sind allerdings der Schwachpunkt. Mein früherer Traber hatte immer das Talent das er mit den Hinterhufen ziemlich nah an die Vorderhufe kam. Durch die Hufschuhe reichte es dann, das er immer mit den Zehen der Hinterhufe an den Gaitern der Vorderhufe streifte. Während dieser Zeit kam dann eine neue Gereneration der Gaiter auf den Markt. Das brachte zwar etwas Besserung, aber der Verschleiß war doch groß. Beim Wanderreiten war also ein oder zwei Ersatzgaiter inkl. Schrauben Pflicht.
    Das Schraubenproblem habe ich mit Schraubensicherungslack (Loctite) in den Griff bekommen. Dieser hat den Vorteil das er das Gewinde leicht verklebt, aber die Schraube doch noch zu lösen ist.
    Einzig die Probleme mit den Drähten hatte ich nie. Obwohl die Epics so stramm angezogen wurden, das ich den Hebel mit dem Fuß schließen mußte, hatte ich nich Verschleiß an den Drähten.

    Gruß Ben

  3. #3
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    Ich verwende die Gloves und bin aufgrund meiner moderaten Nutzung mit einigen Einschränkungen schon zufrieden, da ich finde, daß - eben durch die Hufschuhe - eine Umstellung auf Barhuf (für meine Pferde) dauerhaft erst möglich wurde!
    Bezüglich Rutschigkeit auf nassem, angefrorenen oder Schneeuntergrund muß ich mich jedoch leider anschließen. Mit den Gaiters habe ich kein Problem, aber die Schrauben sind ein Thema! Was mich persönlich ärgert, ist die Aussage des Händlers, daß ich die einzige bin. Wie sich hier herauslesen läßt - absolut unwahr - .

    Vor Jahren verwendeten wir einen Kunststoffbeschlag. Dämpfung auf harten Böden war super, jedoch alle Nachteile eines Beschlages am Huf und bedingt durch das weiche Material, mit negativen Auswirkungen auf schiefe Hufe, (durch die rasche einseitige Abnutzung des Kunststoffes eher noch verschlimmert) . Die Rutschigkeit auf obgenannten Bodenverhältnissen kostete uns damals den erst 12jährigen kerngesunden Hengst meines Sohnes. Er verunglückte tödlich!

    Aus diesem Grund verwende ich die Hufschuhe wenn möglich, nur auf trockenem Untergrund. Barhuf sind unsere Pferde auf rutschigen Böden doch noch wesentlich sicherer unterwegs und brauchen unter diesen Gegebenheiten dann sowieso keinen Hufschutz.

    Liebe Grüße
    Greta

  4. #4
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    Servus!

    Ja, Kunststoffbeschläge haben wir vor jahren an unseren damals 7 Pferden ausprobiert. Alle Modelle, die wir bekommen konnten, haben wir getestet. Sogar einige von einer amerikanischen Hufschmiedmesse.
    Sämtliche Pferde rutschten damit so sehr, daß sie nicht einmal über die betonierte Stallgasse gehen konnten.
    Und wie du richtig geschrieben hast, Stellungsfehler verschärften sich sogar in der kurzen Zeit, in der sie oben waren.
    Kommt also für mich keinesfalls mehr in Frage.

    Ebenso kann ich deine Erfahrungen mit den Herstellern, bzw Händlern von Schuhen bestätigen. Mir scheint, daß die allesamt noch NIE mit Hufschuhen unterwegs waren. Ansonsten kämen da nicht so unqualifizierte Aussagen.

    Meine Epics sind erst nach meinen zahlreichen Umbauarbeiten halbwegs zu gebrauchen.
    Ich habe stärkere Drähte für die Verschnallung eingebaut, das Profil nachgeschnitten, Einlagen gebastelt, Schrauben gesichert, tw. die Gaiter verstärkt und natürlich mein Stollensystem eingebaut. Letzteres hat sich heute übrigens wieder sehr bewährt.

    LG gerald

  5. #5
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    Nun sind auch noch die Easycare Einlagen (6mm schwarz) nach relativ kurzer Zeit durchgelaufen. Wir hatten sie bei Lora vorne drinnen und das kaum 100km. Bei dem Preis eine Frechheit.
    Bei meiner Trine habe ich mir vorne eine normale Moosgummimatte zugeschnitten, die sieht noch sehr gut aus, obwohl sie genau so lange in Gebrauch ist.
    Hinten haben beide Pferde seit etwa 50 km Kunstfilzfliesen aus dem Baumarkt drinnen. Das sieht auch noch viel besser aus, als die Original.

    LG gerald

  6. #6
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    Ich fassen hier nun mal zusammen, was ich alles an den Epics geändert habe.

    Gegen das Rutschen:
    Sohle mit der Flex nachgeschliffen, also den Negativanteil des Profils vergrößert.
    Selbstgemachtes Stollensystem eingebaut. 10M Einschlagmuttern eingebaut und versenkt, um sämtliche "normalen" Stollen verwenden zu können. 2 Stück mit großen Beilagscheiben im Trachtenbereich haben bei mir gereicht.
    Wenn ich keine Stollen brauche, werden die Gewinde der Einschlagmuttern durch passend geschnittene Stücke einer Gewindestange geschützt, in die ich oben und unten einen Schlitz für den Schraubenzieher geschliffen habe. Beiderseits deßhalb, damit ich sie auch von der Schuhinnenseite herausdrehen kann, falls der sohlenseitige Schlitz verdreckt oder abgelaufen ist.

    Gegen das Einreißen des Gaiters:
    Im Ansatzbereich habe ich mit Segelgarn (besonders haltbar) die Naht verstärkt.

    Gegen das eindringen von Steinen und Schlamm im hinteren Spalt zwischen Gaiter und Schuh:
    Einen Flachkopfrschrauben von innen mit Mutter außen, dort wo auch der Bare einen Schrauben hat. Also dort wo das Pferdesymbol eingestanzt ist.

    Gegen das Ein- bzw Abreißen des Drahtes:
    Einen deutlich stärkeren Draht plus Preßhülsen aus dem Baumarkt gekauft und eingebaut.

    Anstelle der original Einlagen (Schwarze 6mm), welche nach kürzester Zeit durchgelatscht waren, habe ich Kunstfilz verwendet. Und zwar die, die es im Baumarkt gibt, nämlich die selbstklebenden für Bodenbeläge. Der Kleber hält zwar nur bis zum ersten naßwerden, aber dann hat sich der Filz schon so "gesetzt", daß er auch so hält.
    Diese Einlagen halten zwar nur unwesentlich länger, aber so eine Filzfliese kostet nur wenige Cent und man bekommt mindestens 4 Einlagen daraus.

    So umgebaut kann ich die Epics nun halbwegs gut für meine Wanderritte und Fahrten verwenden.

    LG gerald

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Hallo gerald,

    danke für Deine Erfahrungsberichte. Und ich frage mich zwar jetzt, wie man die Hufschuhe als Normalsterblicher, der nicht so begabt für Verbesserungen ist, einsetzen kann. Ich habe langsam das Gefühl, ich sollte mal schnellstens mit einem Hufbeschlagskurs anfangen. Aber bitte immer weiter so.

    LG silberkatze

  8. #8
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    Das frage ich mich auch!
    Denn "original" sind sie für Geländereiter unbrauchbar. Umständlich zum anziehen (sind sie immer noch), sehr anfällig für Pannen (ist nach dem Umbau besser, aber nicht weg) und extrem rutschig auf feuchten Böden aller Art (jetzt auch erträglich).
    Reitet man nur vom Stall seine Runden, dann gehts ja noch mit einem guten "Hufschuh-Schuster", aber unterwegs muß man selber rann.

    Falls du mit Epics oder ähnlichen Probleme hast, kann ich dir aber meine Hilfe anbieten.

    LG gerald

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Danke für Dein Angebot, gerald.

    Aber zum Glück konnte ich bisher noch alles barhuf erledigen, da zumindest bis Anfang April meine Touren noch kurz sind und unsere Gegend sandig. Danach wird mich das Thema dann allerdings beschäftigen und ich werde mir mal ansehen, was der Markt so für meine beide bereithält. Deshalb verfolge ich hier die Foren auch mit grösster Aufmerksamkeit.Schliesslich habt Ihr mich auch zu meinem Barhufbearbeiter gebracht, mit dem ich seeeeehr zufrieden bin.

    LG silberkatze

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
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    Und weiter gehts mit den Problemen!

    Heute ist die Schnalle abgerissen, also eigentlich der Bolzen. Dabei habe ich sie nur mit der Hand zugedrückt.
    Als ich die Reste herauszog, traute ich meinen Augen nicht, es war ein hohler Alubolzen!!! Da haben die Matchbox-Autos meiner Kindheit ja stabilere Achsen!
    Ich halte es langsam für eine Frechheit, wie billig diese Epics gefertigt sind.

    Habe einen dicken Draht durchgesteckt und die Enden umgebogen. Jetzt funktioniert es wieder und ist vermutlich 10x so haltber.

    LG gerald

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