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Thema: Barfuß über den Winter

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Hallo Gerald
    Es sind zwar keine Blutergüsse, aber die Wand ist konkav. Da hast du vollkommen recht. Das kommt von den Duplos, die trotz der Metalleinage sich innen hochwölben und so den Huf weiten. Das ist auch der Grund warum der Beschlag im Winter runter kommt, damit ich bis im Frühjahr die Hufwand wieder grade stellen kann. Die Hufe wurden am Dienstag gerichtet und müssen natürlich weiterhin bearbeitet werden. Das ist übrigens nur 1 von 2 Nachteilen die wir mti den Duplos in Kauf nehmen müssen. Der andere ist, dass die Pferde auf nassem Grass mehr rutschen als mit Eisen, ähnlich wie wenn sie barhuf gehen. Der Grund ist einfach, dass die Dublos eine viel grössere Auflagefläche haben, als die Eisen, und sich nich so tief eingraben können. Ansonsten sind wir mit den Duplos restlos zufrieden und sehen sie als valide Alternative, für die Wanderreiterei.
    Gruss
    Alpentrekker

  2. #2
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    Hallo Alpentrekker!
    ...."es sind zwar keine Blutergüsse"...
    Es würde mich interessieren, wie diese rosa Flächen und roten Rillen zustande gekommen sind.
    Ich hätte gedacht, es handelt sich um Einblutungen der Lederhaut, verursacht durch Stauchung oder Zerrung.
    Ich bin aus aktuellem Anlaß daran interessiert, weil meine neue Stute mit solchen Hufen (ebenfalls hinten) zu mir gekommen ist. Dabei sind die Wände ihrer Hufe aber nicht konkav, sondern eher steil.
    LG
    Greta

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Hallo Greta
    du meinst die quer laufenden rötlichen Verfärbungen, bzw die dunkleren Flecken? Da er bis letzte Woche mit den Duplos beschlagen war, können das keine Stauchungen sein. Die sind zu weit oben. Die dunkle Rille rührt von einer Futterumstellung her, die ist auch an den pigmentierten Vorderhufen zu sehen. Dunkle Flecken hat er immer gehabt, aber das sind eher Pigmentänderungen als etwas anderes. Sorry, wenn ich nicht weiterhelfen kann.
    Gruss
    Alpentrekker

  4. #4
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    Servus Greta!

    Du hast ganz recht mit deiner Annahme, es sind solche Einblutungen, die dann herunterwachsen.
    Und sie können auch bei steilen Hufen entstehen. Mit einer regelmäßig nachgeraspelten Mustangrolle und mit der Sohle abschließenden Tragrändern (damit die Sohle/Strahl mittragen) sollten oben keine neuen mehr entstehen.

    LG gerald

  5. #5
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    Update zu meiner derzeitigen Situation

    Da Beide vorne etwas fühlig sind, sie wollen das leider unvermeidbare 30m Schotterstück zwischen Box und Koppel nicht mehr gehen, haben wir uns entschlossen sie einige Tage nur noch mit vorderen Schuhen auf die Koppel zu lassen.
    Beim ersten Versuch heute morgen sind sie wieder ganz normal gegangen.

    Jetzt werde ich sie dann herein holen, die Schuhe entfernen und zusätzlich Keralit Huf-Festiger auf die Sohle und den Tragrand streichen. Vielleicht hilft es ihnen etwas.

    LG gerald

  6. #6
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    Und weiter gehts!

    Heute werde ich meine Aufmerksamkeit dem Strahl widmen. Nach Pete Ramey sind viele von Pilzen befallen und er rät, sie mit einer 50/50% Essig/Wasser Lösung zu behandeln.
    Daher werde ich heute erstens noch einmal das Keralit auf die Sohlen pinseln und zweitens den Strahl und die Furchen ordentlich mit der Essigmischung einpinseln, bevor sie in die Box kommen. Denke, daß es zu mindest nicht schadet.
    Je gesünder der Strahl sich zeigt, desto besser kann er sich an der Tragarbeit beteiligen.
    Ebenso ist es möglich, daß ein pilzgeschädigter Strahl Schmerzen verursacht. Da unsere Pferde ja die letzten Tage vermehrt fühlig gehen, könnte das eine Ursache sein.

    Natürlich sind die Pferde heute wieder mit den Schuhen vorne auf der Koppel. Beim Rausgehen aus der Box zögerten sie erst etwas, als sie aber merkten, daß da kein Schmerz kommt, sind sie normal gegangen.

    Nach wie vor gehen sie barfuß sehr vorsichtig, beim abdrücken zeigt Lora allerding gar nichts und Trine nur ganz wenig im Bereich der vorderen Zehen. Druckstellen, oder gar Blutergüsse sieht man auf der Sohle keine, obwohl sie alle 8 weiß, also unpigmentiert sind. Da würde man das besonders gut sehen. Das beruhigt mich etwas.

    Dann habe ich noch gelesen, daß die Nerven in den Lederhäuten nach 4-5 Wochen barfuß, wieder ordentlich durchblutet, ihre Reaktionsfähigkeit zurück erlangt haben. Desshalb ist es möglich, daß die Pferde in dieser Zeit ganz besonders viel spüren, oder besser WIEDER spüren.
    Vielleicht hat die nun aufgetretene starke Fühligkeit unserer Tiere auch genau damit zu tun, denn sonst sieht alles sehr gut aus. Tragrand scheint kräftig und wächst recht gut, die Sohle hatte auch schon vor der ersten Keralitbehandlung eine andere Konsistenz aufgebaut, die Trachten waren immer schon in Ordnung, Eckstreben sind so wie sie sein sollen und der Srahl wirkt nicht wirklich krank, aber er ist sicher unterentwickelt. Kronsaum ist gerade und etwa 30 Grad zum Boden, es sollte also auch das Strahlbein so stehen, wie es soll. Selbst die Trachtenfußung funktioniert schon recht gut.

    Ich kann mir also im Moment keine anderen Möglichkeiten für diese Fühligkeit erklären, als die oben genannte Strahlverpilzung, oder die zurückerlangte Nervenaktivität.

    Für zusätzliche Gedanken wäre ich aber trotzdem sehr dankbar !!!
    Vor allem bin ich unsicher ob bzw wie viel ich die Rösser über die Koppel hinaus zusätzlich bewegen soll.
    Nur spazieren gehen, oder doch weiterhin etwas reiten (natürlich beschuht)? Bis jetzt war es immer so, daß sie beim reiten besser wurden, sich also "eingingen". Ob das aber auch in der jetzigen Situation so ist, ist für mich fraglich.

    Also biite her mit Tipps, Ideen oder Gedanken!

    LG gerald

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Hallo Gerald
    ich kann deine Sorgen gut verstehen. Was ich bei Issyk-Kul beobachtet habe, mag dir da vielleicht helfen.
    Das Barhuf gehen für die Pferde ist so etwas wie Bodybuilding für Menschen. Wenn wir trainieren, tun uns anschliessend die Muskeln weh. Wir haben Muskelkater. Das führt dazu, dass wir uns nicht mehr anstrengen mögen, denn das Ergebnis ist Schmerzen. Auf der anderen Seite, kommt natürliches Muskelwachstum ohne Training nicht zu Stande. Die Pferde sind jedoch wenig motiviert härtere Hufe zu bekommen, sie mögens vorallem bequem.

    Aehnlich gings dem Issyk. Anfangs fand er es gar nicht witzig, barfuss über die Schotterpisten zu gehen. Er hat immer wieder den weichen Grasrand gesucht. Und ich habe ihn immer wieder gezwungen ein paar Meter (als Handpferd) auf dem Schotter zu gehen. Nach etwa einem Monat, war es dann kein Problem mehr, barfuss die ganze Strecke auf dem Schotter zu gehen. Dann hatten wir das gleiche Thema nochmals, aber erheblich weniger, als ich ihn zu reiten anfing. Anfangs war es wieder ein Ausweichen aufs Gras und heute läuft er die gleiche Schotterpiste im Trab mit meinem Gewicht obenauf.

    PS: Unsere Wege bestehen aus einem Lehm Schottergemisch, mit scharf gebrochenen Steinen bis 60 mm. Ich habe wegen dem Barhuf Projekt meinen ganzen Auslauf mit einer Mischung aus Lehm und Schotter (bis 32 mm) bedeckt, damit er 24 h auf Beton oder diesem Belag steht, wenn er nicht gerade auf der Weide rumdüst. So konnten seine Hufe sich an den Untergrund gewöhnen und wurden entsprechend hart.

    Gruss
    Alpentrekker

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