Hallo Gerald
ich kann deine Sorgen gut verstehen. Was ich bei Issyk-Kul beobachtet habe, mag dir da vielleicht helfen.
Das Barhuf gehen für die Pferde ist so etwas wie Bodybuilding für Menschen. Wenn wir trainieren, tun uns anschliessend die Muskeln weh. Wir haben Muskelkater. Das führt dazu, dass wir uns nicht mehr anstrengen mögen, denn das Ergebnis ist Schmerzen. Auf der anderen Seite, kommt natürliches Muskelwachstum ohne Training nicht zu Stande. Die Pferde sind jedoch wenig motiviert härtere Hufe zu bekommen, sie mögens vorallem bequem.
Aehnlich gings dem Issyk. Anfangs fand er es gar nicht witzig, barfuss über die Schotterpisten zu gehen. Er hat immer wieder den weichen Grasrand gesucht. Und ich habe ihn immer wieder gezwungen ein paar Meter (als Handpferd) auf dem Schotter zu gehen. Nach etwa einem Monat, war es dann kein Problem mehr, barfuss die ganze Strecke auf dem Schotter zu gehen. Dann hatten wir das gleiche Thema nochmals, aber erheblich weniger, als ich ihn zu reiten anfing. Anfangs war es wieder ein Ausweichen aufs Gras und heute läuft er die gleiche Schotterpiste im Trab mit meinem Gewicht obenauf.
PS: Unsere Wege bestehen aus einem Lehm Schottergemisch, mit scharf gebrochenen Steinen bis 60 mm. Ich habe wegen dem Barhuf Projekt meinen ganzen Auslauf mit einer Mischung aus Lehm und Schotter (bis 32 mm) bedeckt, damit er 24 h auf Beton oder diesem Belag steht, wenn er nicht gerade auf der Weide rumdüst. So konnten seine Hufe sich an den Untergrund gewöhnen und wurden entsprechend hart.
Lesezeichen