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Thema: Reiten in der Kälte

  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Reiten in der Kälte

    Grüß Euch!

    Gerade kam ich von einer Hausrunde zurück. Die Finger, wie auch mein Gesicht sind noch ganz klamm gefroren und leicht rötlich (bibber). Es scheint zwar die Sonne, aber der Wind treibt eine sibirisch kalt Luft vor sich her.
    Mein Dicker war heute, nach einer wochenlangen Pause, auch nicht grade zum Laufen aufgelegt. So waren wir auch aufgrund des steinhart gefrorenen Bodens eigentlich fast nur im Schritt unterwegs. Ob der Kälte und nach einer Pause hatte es die Muskulatur doppelt schwer wieder richtig in Schwung zu kommen. Obwohl die Pferde den ganzen Tag draußen verbringen, läßt die (Eigen)Bewegung der Tiere im Winter zu wünschen übrig. Ich denke das beruht auf der selben Überlebensstrategie, welche man bei den Wildpferden im Winter beobachten kann. Keine unnützen Bewegungen, alles ist auf das Energie sparen ausgerichtet, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.
    Naja, ab heute ist wieder langsamer Aufbau angesagt. Der Frühling steht trotz Kälte vor der Tür
    Seid Ihr durchgeritten, oder habt ihr Eure Pferde in eine Winterpause geschickt?
    LG
    Greta

  2. #2
    Faster
    Gast
    Durchgeritten.
    Ich habe aber seit dem Winter 09/10 auch eine Halle zur Verfügung.
    Ist nur eine alte Maschinenhalle und wenn man den Hufschlag ganz an Rand reitet, sollte man den Kopf einziehen...
    Dressurarbeit tut uns immer gut und erhält die Beweglichkeit.
    In dem Winter hat mein Roß auch einige Tage gestanden und sich auch kaum bewegt.
    Ich traf ihn dann zitternd im Stall an, seitdem bringe ich seinen Kreislauf tgl einmal in Schwung und wenn es nur mal "um den Block" im zackigen Schritt ist.
    Als Zusatzinfo - er wird 20.
    Ich wappne mich gegen Wind, der mir das Fleisch von den Knochen bläst, mit einem gebrauchten alten Männerwintermantel.
    Er ist so groß, dass ich meine normale Jacke darunet tragen kann.
    Im Familienkreis heisst das DIng "Spätheimkehrermantel"
    Hat jemand Erfahrung mit diesen Tapaderos?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Molly
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    Hallo Greta,

    wenn der Wind kalt pfeifft und ich will raus, dann benutze ich vorher keine "normale" Hautcreme! Die enthalten viel Wasser und das macht kalt.

    Ich nehme dann Vaseline. Allerdings schimpft mein Schwesterherz dann immer, das würde die Poren verstopfen, also Mädels, der Schönheit wegen damit aufgepasst

    Ansonsten... ich mache im Winter Pause und reite nur am Wochenende. Bei der Arbeit haben wir Wintergeschäft, bei uns brummts von November bis März. Dass heißt ich fahre morgen um 6:30 Uhr weg und bin nicht vor 18:30 Uhr - eher später- zu Hause.

    Und da kann ich mich oft am Abend nicht motivieren mit der Kopflampe noch ne Runde im Gelände zu drehen.... das macht bei Regen (in Roeihesse regnet es mehr als dass es schneit) keinen Spaß. Da fahren die Traktoren über alle Wege und verwandeln diese in Schmierseife überall Matsch... bäää....

    im Winter 09/10 war ich oft noch Abends draussen, da lag wochenlang die perfekte Schicht Schnee für einen Kopflampenritt über die Felder aber das war ein Außnahmejahr.

    Ist schon blöd, aber da ich keine Halle zur Verfügung habe eben nicht zu ändern...

    Aber... es ist jetzt schon bis nach 18 Uhr hell und gestern, mein ich, hab ich son Anflug von Frühlingsluft gespürt, bald gehts wieder los!
    Viele Grüße
    Molly

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sunny-Iris
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    Wir gehören zu der Sorte, die auch im Winter regelmässig nach draußen geht. Eine Halle steht uns nicht zur Verfügung, dafür ein Reitplatz. Der ist aber bei längerem Frost gefroren.
    Mit "wir" meine ich meine Tochter (1 und mich. Uns gehört zwar nur der Sunny, aber Laura kann ein Pferd aus dem Stall an vier Tagen die Woche reiten. Da sie noch zur Schule geht und ich im Schichtdienst arbeite, können wir oft schon am frühen Nachmittag ausreiten.

    Vor einem Ausritt heizen wir unser Reiterhütterl ein, damit wir uns danach bei einer Tasse Tee wieder aufwärmen können.

    Letztes Wochenende sind wir sogar bei Eises-Kälte mit unserem neu erworbenen Hänger ein Stück gefahren, um einmal neues Gelände zu erkunden. Der Ostwind war so kalt und schneidend, dass wir in den Wald geflüchtet sind und uns prompt verritten haben.

    Im Winter sind wir aber oft nur kurz und im Schritt unterwegs. Je nach Temperatur. Jetzt haben wir aber schon wieder mit dem Training begonnen. Pferde müssen bis Ostern fit sein. Da fahren wir mit ihnen in den Urlaub ins Allgäu.

    LG Iris

  5. #5
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    Hi zusammen!

    Faster@ "Ich wappne mich gegen Wind, der mir das Fleisch von den Knochen bläst..." Sehr anschauliche Schilderung von grauslichen Witterungsverhältnissen. Und nach den letzten Tagen weiß jeder hier genau, was Du meinst.
    Über Tapaderos kann´ich leider gar nix sagen. Noch nie probiert. Ich finde Du hast absolut recht, wenn Du Dein Pferdchen so in Schuß hältst. Das tut Senioren physisch, wie auch psychisch sehr gut

    Molly servus@ diese normalen Hautcremes können sogar frieren - brrrr -. Ich stell den Jackenkragen auf, knöpfe bis oben zu, Schal und Hut. Da ein Hut besser vor Wind schützt wie eine normale Wollmütze. Gestern war ich allerdings - aus unerfindlichen Gründen - unbehütet unterwegs.
    Voriges Jahr bin ich auch durchgeritten. Die Pause hat sich heuer so ergeben. Keine Zeit, Lustlosigkeit, grausliches Wetter.....

    Was mich gestern sehr freute; mein Dicker trägt diesen Spitznamen ja nicht zufällig, denn Essen geht ihm über alles
    . Er war gerade im Begriff sich über das frisch ausgebrachte Heu herzumachen, als ich ihm rief, mit dem Halfter in der Hand - das bedeutet immer daß wir fortgehen - wandte er sich sofort mir zu und ließ das Heu Heu sein. Schon seit Tagen hingen seine Augen auf diese ganz besondere Art und Weise an mir. Ich kenne die Bedeutung dieses Blickes inzwischen genau. Er möchte dann gerne raus, wieder durch Wald und Wiesen streichen .....
    Naja heute war´s ja wirklich schön. Das Reiten, wie auch das Wetter. Strahlender Sonnenschein und viel viel wärmer wie gestern. Die Luft ist zwar noch etwas kalt, aber kein Vergleich zu den vorhergehenden Tagen.

    Iris@ wenn man so richtig durchgefroren ist, kann einem so eine warme Hütte und ein Tee schon wieder ins Leben rufen .

    Liebe Grüße und wunderschöne Ritte
    Greta

  6. #6
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    Grüß Euch!

    Leider muß ich diesen Thread nun wieder aufleben lassen.
    Zur Zeit ist es scheußlich kalt bei uns! Heute Morgen hatten wir -19°C. Leider gibt es hier zur Zeit keinen Schnee und so ist der Boden bocksteif und hart gefroren.

    Den Stall muß ich zur Zeit hermetisch abschließen, damit die Wasserleitung nicht friert.
    Trotz dieser Temperaturen gehen die Pferde, welche zur Zeit wie flauschige Wollknäuel aussehen, gerne hinaus. Nur abends warten sie schon dringend auf den - doch wärmeren - Stall.

    Aufgrund der Kälte habe ich die Futterrationen etwas erhöht, um den Wärmehaushalt auch jetzt zu gewährleisten.
    Wie verfahrt Ihr bei den nun tiefen Temperaturen? Deckt ihr Eure Pferde zu, laßt ihr sie länger im Stall oder ganz drinnen? Wie händelt Ihr das Wasserproblem? Reitet Ihr weiter....... ?
    LG
    Greta

  7. #7
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    Servus!

    Solange sich unsere Pfrede auf der extrem rippig gefrohrenen Koppel noch normal bewegen, wird nicht eingedeckt. Hätten sie Schmerzen in den Hufen/Beinen, würde ich eindecken.

    Bei unserer selbstgemachten Futtermischung (3 Teile Aspero, 2 T. Hafer, 1 T. Sonnenblumenkerne) haben wir nur die Sonenblumenkerne etwas erhöht. Heu bekommen sie sowieso fast ad lib.

    Wasser haben sie auf der Koppel nun keines, im Stall ist die Leitung noch nicht gefährdet, obwohl auch wir an der -20 Grad Grenze sind.

    Geritten und spaziert wird, was die Barhufe hergeben.

    LG gerald

  8. #8
    Administrator Avatar von dusty
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    Servus,

    heute Früh waren es bei uns moderate -13 Grad. Eine fast geschlossenen Schneedecke über einer tiefgefrorenen Seenlandschaft. Die Wege zur Koppel erstarrter Matsch mit tiefen Löchern - aber
    über allem erstrahlt heute der Planet.

    Da wir einen Offenstall haben, ist drinnen wie draußen die selbe Temperatur. Innen halt windgeschützt.
    Wir füttern soviel Heu, dass am nächsten Morgen immer noch Reste vorhanden sind. Über Nacht derzeit im Stall. Tagsüber gibt es Heu auf der Koppel.

    Eindecken der Pferde ist nun wirklich nicht nötig. Alle sind gesund und wiederstandsfähig und haben genug Auslauf.

    Das Wasser ist in großen Wannen und natürlich mit einer dicken Eisschicht bedeckt. Aber die Pferde treten es ein um an das Naß zu kommen.
    Größere Probleme habe ich mit der Beheizung unseres Wasserhäuschens. Da wir Grundwasser im Stall verwenden, ist eine Mortorpumpe angeschlossen. Diese steht im besagten isolierten Häuschen und wird mit Petroleumheizung erwärmt. Dennoch ist mir das ganze schon eingefroren und muß dann umständlich mit Gasbrenner aufgetaut werden.

    Einzig das Reiten bleibt etwas außen vor. Macht bei der Glätte wirklich keinen Spaß.

    lg
    dusty
    Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.
    (Voltaire)

  9. #9
    Neuer Benutzer Avatar von Petrec
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    @Greta Zum Thema Winterfütterungob mehr oder weniger ist dieses mal ganz interessant!
    http://www.takhi.org/files/Downloads...S46%5B1%5D.pdf
    Ich decke nicht ein, die "wohlfühltemperatur" bei Pferden liegt doch zwischen 5 und -15 Grad Celsius
    frostiger Wintergruß aus der Nordheide Deutschlands
    Versuche auf das Niveau deines Pferdes heraufzusteigen anstatt es zu dir herabzuzergeln. Ray Hunt

  10. #10
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    @Petrec, sehr interessanter Artikel!

    Ein bißl hinkt das Przsewalski Winter-Modell aber bei Hauspferden, denn meist werden sie auch im Winter geritten und das wirft dann den Organismus etwas aus der Reihe und der "kleine Winterschlaf" wird dadurch sicher gestört.
    Die verminderte Proteinaufnahme im Winter ist mir bis dato völlig unbekannt gewesen. Interessant wäre, in wieweit sich die verminderte Verwertung des proteinhältigen Futters zugunsten der verbesserten Aufnahme faserreichen Futters bei unserern Hauspferden verschiebt, da die Proteinzufuhr ja nicht, wie in der Natur, aufhört.
    Da unsere Pferde ja auch gegen Winterende nicht wirklich an ihre Speckreserven müssen, kommt der Organismus auch nicht in eine "Notsituation" und wird daher - nehme ich einmal an - eine Temperaturabsenkung bei unseren Pferden zum Zwecke der Energieeinsparung eher nur marginal ausführen. Die Bereitschaft dazu ist aber sicher da, denn Pferde bewegen sich in dieser Jahreszeit draußen von sich aus meist nur sehr sparsam.
    Jedenfalls ist diese Winter-Überlebens-Studie der Pferde sehr informativ und gibt interessante Futter-Denkanstösse.

    @dusty, um die geschlossene Schneedecke beneide ich Dich ein bißl . Hoffentlich friert das Wasserhäuschen nicht ein!

    @gerald, was bitte ist Aspero?

    Liebe Grüße
    Greta

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