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Thema: Schreckliches Wochenende....

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Orie
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    Schreckliches Wochenende....

    Warum man manchmal besser tut, fast zugewachsene Wege zu vermeiden...

    ..... oder das schreckliche (und Gsd am Schluß doch noch gute) Ende eines kaum begonnenen Wanderrittes!
    (Ob es wirklich zum Thema "Reitberichte" gehört.... ist fraglich, kann sonst gerne verschoben werden!)

    Hier bin ich nun zurück von einem Albtraumhaften (nicht ALB-Traumhaften!) begonnenen kleinen Ritt...
    Samstag war ich ja mal wieder on Tour.. bzw. war es so geplant.
    Losritt also dann in Richtung Alb, alleine.
    Nach 2 1/2 Stunden dann in einem Waldzipfel: Der Weg da, den ich mir zuhause in der Karte markiert hatte, erwies sich bereits nach einer kleinen Biegung als wohl recht lange nicht mehr benutzt und stark zugewachsen. Nun, er sollte ca. nur 300 bis 400 m gehen (lt. Karte), also das können Pferde auch mal durchaus ab.

    Nun, der Weg machte nochmal eine Biegung, die so in der Karte nicht drin war... und ging nun auch schon etws länger als 400m... Mal wieder reingefallen. Richtung stimmte, und ich müßte also, wenn ich auf dem Pfad/ der Schneise bleibe, gleich wieder auf einen anderen Hauptweg stoßen. Umweg dann ca. 5 Min., kein Problem.
    Plötzlich blieb der Wallach stehen. Er schüttelte heftig den Kopf. Ich denke noch "was hatter denn?" und will nochmals antreiben. Er schüttelt wieder den Kopf, heftiger und geht ein paar Schritte rückwärts (zielstrebig und gerade). Also gut, denke ich aufgrund des völlig untypsichen Verhaltens meines Pferdes, es könne ja ein Graben/ Sumpfloch/ großes totes Tier/ wasauchimmerbeunruhigendes da sein und wendete den Wallach im Gestrüpp, welches im übrigen überwiegend aus Beinwell, Brennesseln und den Klettpflanzemn mit den großen, runden, stacheligen Kletten bestand. Weiters Gewächs ist mir nicht aufgefallen, was aber nicht heißt, daß nichts anderes da gewesen sein könnte...
    Nun, wieder den Weg zurück, macht auch nix, ist kein großer Umweg. Aber schon nach ca. 10(?) Metern hält der Wallach wieder an, schüttelt heftigst mit dem Kopf und geht rückwärts... Nun fand ich es langsam seltsam und dachte mir noch: Besser, wenn ich hier rauskomme... Also eine Schneise entlang links Hoch, weil da oben gleich der Parallelweg (Wanderweg) richtung Westen kommen müßte.
    Wir schafften es noch den kleinen Wall hinauf, tatsächlich (und GSD!!!!!!!!!) war da gleich der Hauptweg... Ich stieg erstmal ab, da der Wallach wieder rückwärts wollte und mit dem Kopf schlug.... und konnte von unten nun die Bescherung sehen, die die hochwachsenden Pflanzen bisher verborgen hielten: Er war über und über voll mit Quaddeln und Pusteln, fing gerade stark an zu schwitzen und hatte nun auch Koordinationsprobleme, fing an zu wanken ect.
    Mir war sofort klar, daß er auf irgendwas allergisch reagieren mußte... auf was? Kein Ahnung, aber er brauchte dringend Hilfe! Ich rief meinen TA an, der sich sofort auf die Suche nach einem TA in meiner Ecke machte... und mich gleich draufhin wieder zurüclrief, um mir eine Nummer mitzuteilen. Henrys Zustand verschlechterte sich zusehends, er konnte ich teils kaum auf den Beine halten, schoß dann wieder vorwärts (wahrscheinlich, im dem Umfallen zu entgehen), schüttelte den Kopf wieder und wirkte richtig apathisch.
    Ich erreichte den Mann der TÄin, der dann sagte, daß sie gerade unterwegs sei, er sie aber gleich anrufe und sie sich dann bei mir melden würde.
    Gefühlte 10 Min. später klingelte mein Handy, TÄin. Ich beschrieb ihr, wo ich mich befand, mir war aber klar, daß sie mich im Wald ewig nicht finden würde. Ich begab mich also richtung Osten, um schnellstmöglich an den Waldrand zu kommen. Ich sagte ihr, wo ich mMn aus dem Wald kommen würde.
    Gut, sie sei schon unterwegs, um mich zu suchen.
    Wallach hörte langsam auf mit Schwitzen (zuwenig Wasserreserve? Schockzustand? oder Besserung?), die restl. Sympotme blieben. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, ihn den Weg entlang zu "schaffen", immer wieder torkelte er, dann stieg er wieder, macht einen Satz vorwärts und schlug mit dem Kopf. Ich mußte auf passen, nicht getroffen zu werden. Er tat mir so leid! (Ich gebs auch zu: ich war am Flennen, was das Zeug hielt!)
    Endlich waren wir am Waldrand. Ich telefonierte wieder mit der TÄin, beschrieb ihr, wo ich mich befände, was ich alles sehe und endlich von Ihr: "Ich sehe das Pferd".Geschafft!
    Henry sah zu dem Zeitpunkt etwas besser aus. Er fing am Waldrand an einer Futterwiese an zu Grasen. Ich war mir unschlüssig, ob das jetzt gut für ihn sei, aber es wuchs nichts "Befremdliches" da und es schien ihn zu beruhigen. Also ließ ich ihn.
    TÄin war nun auch da. Es gab eine große Dosis Kortision. Infusion war erstnmal nicht erfordlerich, man sah deutlich, wie schnell es ihm besser ging und er nicht mehr wankte. Genauso schnell, wie es angefangen hatte.
    TÄin riet mir, nun den Ritt nicht mehr fortzuführen (war eh klar, schon im Wald hatte ich zuhause angerufen, um den Hänger zu ordern) und ihm ein paar Tage Ruhe zu gönnen.
    Es war klar ein anaphylaktischer Schock, ob nun auf etwas, was da wuchs, oder etwas, was ihn vielleicht gestochen hat? Keine Ahnung!
    Für dieses WE wars jedenfalls genug. Es geht ihm nun wieder gut, gestern den ganzen Tag auf der Weide, und auch sein KF frißt er sehr gut, obwohl er sonst oft mäkelig ist.

    Ob es evtl. auf eine Sensibilisierung in der vorangegangenen Woche auf div. Medikamente, die er bekam, zurückzuführen ist, ist bislang unklar. Ein Ok vom TA für den kleinen Ritt hatte ich bekommen, keine Frage.
    Und in der Hoffnung auf schnelle Erholung und eine einmalige Sache eine durch google und dem Stichwort "anaphylaktischer Schock" erschreckte Heike, die heute erst erkennt, daß wir WAHNSINNIGES GLÜCK hatten und das Pferd hätte sterben können..... Ohne es dramatiiseren zu wollen...

    Grüße, mit beim Nächstenmal hoffentlich besserem Bericht,
    Heike
    Carpe Diem!

  2. #2
    Administrator Avatar von dusty
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    Oh Mann, muss man nicht erlebt haben. Bin froh zu hören, dass es wieder bergauf geht.
    Beste Genesungswünsche, Dusty
    Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.
    (Voltaire)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Puuh, nochmal schweingehabt Ihr zwei. Nicht auszudenken wenn das ganze in irgendeiner Pampa weit ab vom Schuß passiert wäre. Traurig aber war, heut muß man wirklich mit allem rechnen.
    Deinem Dicken wünsch ich noch gute Genesung.

    Gruß Ben

  4. #4
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    Servus Orie!

    Klingt ja schauerlich, was so alles passieren kann.
    Wünsche dem Kerl alles Gute!!!!!!!!!

    Konntest du eruieren, WAS es ausgelöst hat? Habe mal so etwas von Erdwespen gehört, auf deren Nest ein Pferd stieg.

    LG gerald

  5. #5
    Eva
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    Oh Gott, das kann ich nachvollziehen wie es Dir ging.
    Meine alte Stute bekam während eines Distanzrittes einen " Nierenverschlag"
    und ich stand hilflos ( damals gab es noch kein Handy) im femden Wald.
    Gott sei Dank rief ein nachfolgender Reiter Hilfe und meinem Pferd konnte dann geholfen werden.
    Sie schwankte auch und ich hatte Angst daß sie mir zusammen bricht.
    Schön wenn es Deinem Pferd wieder besser geht.
    Liebe Grüße Eva

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Orie
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    Danke für Eure Genesungswünsche an den Kerl!
    Es scheint ihm wieder soweit ok zu gehen. er war Sa/So/Mo auf der Weide/dem Auslauf und heute soll er als Handpferd mal eine ruhige Runde mit im Gelände mitlaufen.

    Leider konnte ich nicht feststellen, was es gewesen sein könnte?
    Ich denke auch, das es vielleicht auch ein Insekt gewesen sein könnte, habe aber keines gesehen.
    Ich muß bisher von beidem (Pflanze oder Insekt) ausgehen.
    Das gefällt mir natürlich nicht, da es bei einer weiteren Konfrontation mit dem Allergen ja diesmal schlimmer ausgehen könnte...
    Ich erwarte Sehnsüchtigst meinen THP, der ein absoluter KÖNNER auf seinem Gebiet ist, leider erreiche ich ihn weder per Mailbox, noch auf dem ABW....*seufz*

    Ich bin zwar idR recht altmodisch, habe zuhause kein Inet, nur ein ganz normales Kabelwählscheibentelefon zuhause und auch sonst keinen großen Elektronsichen Firlefanz, aber ihr könnt Euch evtl.vorstellen, wie FROH ich war, daß ich vor ca. 5 Jahren zu einem Handy "genötigt" wurde und dieses auf Ritten auch immer dabeihabe....

    Der DR kommendes WE fällt natürlich ins Wasser, das möchte ich dem Wallach gerade nicht zumuten, aber ich freue mich dafür immer noch auf den WR,d er in 2 Wochen stattfinden soll!
    Bis dahin dürfte wieder alles Fit sein! (Und ich begegne hoffentlich seinem allergen nicht nochmal?)

    Grüßles, Heike
    Carpe Diem!

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Ist die Stelle wo es passiert ist, weit weg von Dir? Wäre schon mal interessant zu wissen was es war. Hab die letzten Tage vermehrt nach Giftpflanzen geschaut, da mein Wallach im Elsaß irgend so ein komisches Zeug gefressen hat und ich wissen wollte ob es giftig ist (was es nicht war wie ich herausfand). Es ist interessant das es auch mehrere Pflanzen gibt die bei Berührung Allergieschocks auslösen können. Meist ist das aus Timbuktu eingeschlepptes Zeugs wo hier eigentlich garnix verloren hat. Deshalb wäre es interessant (ich denk vor allem für Dich selbst) ob an der Stelle im Wald irgend ein komisches Zeug wächst. Nicht das Du beim nächsten Ritt dasselbe Galama hast (der Weg lohnt natürlich nur wenn Du nicht noch zig Kilometer Fahrt und Wanderung vor Dir hast)

    Gruß Ben

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Orie
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    Nee, Wolfman, gar nicht soo weit weg. Mit dem Auto vielleicht gute 25 Min.
    Ich möchte da auf jeden Fall nochmal hin und genauer gucken... Aber dazu brauche ich eigentlich einen Forstausrüstung.
    Gut, gute Stiefel und eine Forsthose haben wir, aber obenrum brauch ich auch was, das Gewächs da (einschl. die Brennnesseln) gingen mir ja auf dem Pferd schon bis gut zu den Armen... Und der Wallach ist nicht gerade ein Zwerg.....

    Das Nachschauen ist es mir aber auf jeden Fall wert, nochmal sowas braucht echt kein Mensch!

    Es wär gut, wenn ich was finden würde, dann wüßte ich auf was ich achten muß... Wenn ich nix finde, stehe ich da wie zuvor und werde evtl. nochmal von sowas überrascht.

    Grüße, Heike
    Carpe Diem!

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Hoffe das Du fündig wirst (und selbst nix abbekommst)

    Gruß Ben

  10. #10
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    hallo,hoffe deinem pferdle gehts wieder besserhört sich ja merkwürden an..grübel da au in ner ähnlichen sache,die allerdings eher unsre muhs auf unsren riesigen weiden betrifft,die hatten so ähnliche attaken und wir stehen au vor nem rätsel..jeder bauer im umkreis meint evtl. jakobskreuzkruat allerdings wächst das auf unsren weiden so gut wie gar ned,daher eher was andres vermute, inzwischen gibts auch arten die die einheimischen sorten nach und nach verdrängen,so auch das inidsche springkraut ausm himalaya z.b.. evtl. hängt das da au zusammen mit dem schock deines pferdes,oder eine andre form der allergie,auf irgendwelche tiere? warst du inzwischen schon dort zum beobachten? würde mi sehr interessieren als kräuterhexle..danke malliebe grüßle stephi

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