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Thema: Easyboot Epic nach 200km

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Grüß Euch!

    Ich fassen hier nun mal zusammen, was ich alles an den Epics geändert habe.

    Gegen das Rutschen:
    Sohle mit der Flex nachgeschliffen, also den Negativanteil des Profils vergrößert.
    Selbstgemachtes Stollensystem eingebaut. 10M Einschlagmuttern eingebaut und versenkt, um sämtliche "normalen" Stollen verwenden zu können. 2 Stück mit großen Beilagscheiben im Trachtenbereich haben bei mir gereicht.
    Wenn ich keine Stollen brauche, werden die Gewinde der Einschlagmuttern durch passend geschnittene Stücke einer Gewindestange geschützt, in die ich oben und unten einen Schlitz für den Schraubenzieher geschliffen habe. Beiderseits deßhalb, damit ich sie auch von der Schuhinnenseite herausdrehen kann, falls der sohlenseitige Schlitz verdreckt oder abgelaufen ist.

    Gegen das Einreißen des Gaiters:
    Im Ansatzbereich habe ich mit Segelgarn (besonders haltbar) die Naht verstärkt.

    Gegen das eindringen von Steinen und Schlamm im hinteren Spalt zwischen Gaiter und Schuh:
    Einen Flachkopfrschrauben von innen mit Mutter außen, dort wo auch der Bare einen Schrauben hat. Also dort wo das Pferdesymbol eingestanzt ist.

    Gegen das Ein- bzw Abreißen des Drahtes:
    Einen deutlich stärkeren Draht plus Preßhülsen aus dem Baumarkt gekauft und eingebaut.

    Anstelle der original Einlagen (Schwarze 6mm), welche nach kürzester Zeit durchgelatscht waren, habe ich Kunstfilz verwendet. Und zwar die, die es im Baumarkt gibt, nämlich die selbstklebenden für Bodenbeläge. Der Kleber hält zwar nur bis zum ersten naßwerden, aber dann hat sich der Filz schon so "gesetzt", daß er auch so hält.
    Diese Einlagen halten zwar nur unwesentlich länger, aber so eine Filzfliese kostet nur wenige Cent und man bekommt mindestens 4 Einlagen daraus.

    So umgebaut kann ich die Epics nun halbwegs gut für meine Wanderritte und Fahrten verwenden.

    LG gerald

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Hallo gerald,

    danke für Deine Erfahrungsberichte. Und ich frage mich zwar jetzt, wie man die Hufschuhe als Normalsterblicher, der nicht so begabt für Verbesserungen ist, einsetzen kann. Ich habe langsam das Gefühl, ich sollte mal schnellstens mit einem Hufbeschlagskurs anfangen. Aber bitte immer weiter so.

    LG silberkatze

  3. #3
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    Servus!

    Das frage ich mich auch!
    Denn "original" sind sie für Geländereiter unbrauchbar. Umständlich zum anziehen (sind sie immer noch), sehr anfällig für Pannen (ist nach dem Umbau besser, aber nicht weg) und extrem rutschig auf feuchten Böden aller Art (jetzt auch erträglich).
    Reitet man nur vom Stall seine Runden, dann gehts ja noch mit einem guten "Hufschuh-Schuster", aber unterwegs muß man selber rann.

    Falls du mit Epics oder ähnlichen Probleme hast, kann ich dir aber meine Hilfe anbieten.

    LG gerald

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Danke für Dein Angebot, gerald.

    Aber zum Glück konnte ich bisher noch alles barhuf erledigen, da zumindest bis Anfang April meine Touren noch kurz sind und unsere Gegend sandig. Danach wird mich das Thema dann allerdings beschäftigen und ich werde mir mal ansehen, was der Markt so für meine beide bereithält. Deshalb verfolge ich hier die Foren auch mit grösster Aufmerksamkeit.Schliesslich habt Ihr mich auch zu meinem Barhufbearbeiter gebracht, mit dem ich seeeeehr zufrieden bin.

    LG silberkatze

  5. #5
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    Und weiter gehts mit den Problemen!

    Heute ist die Schnalle abgerissen, also eigentlich der Bolzen. Dabei habe ich sie nur mit der Hand zugedrückt.
    Als ich die Reste herauszog, traute ich meinen Augen nicht, es war ein hohler Alubolzen!!! Da haben die Matchbox-Autos meiner Kindheit ja stabilere Achsen!
    Ich halte es langsam für eine Frechheit, wie billig diese Epics gefertigt sind.

    Habe einen dicken Draht durchgesteckt und die Enden umgebogen. Jetzt funktioniert es wieder und ist vermutlich 10x so haltber.

    LG gerald

  6. #6
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    Hallo Gerald,
    Wenn ich deinen Bericht so lese, bewundere ich deine Ausdauer Wahrscheinlich ist es so wie bei mir, dass es keine Alternaive zum Epic gibt ?

    Auch ich reite mit 4 Epics. Ich habe zwar kein Problem mit den sich lösenden Schrauben, der Gaiter geht auch nur kaputt, wenn Pony drauflatscht und der Draht hält so 300 km - ABER: bei mir ist es der hohe Verschleiß... Das Pony schlurft stark sodass die Zehen nach 100 km durch wären, würde ich sie nicht extra schützen. Hierzu habe ich vom Hufschuhdoktor eine metallene Zehenkappe mit 5 mm Stollen angeschraubt, an den Trachten wird ebenfalls mit 5 mm Stollen eine Metallplatte aus dem Baumarkt drunter geschraubt. So hielt der Epic immerhin 200 km Wanderritt in der Rhön im Juni 2012 aus, wobei die Zehenkappe vorne schon jetzt keinen Aufzug mehr hat...

    Ausprobiert habe ich bereits an diesem Pony:
    - Renegades: halten am Huf, aber nach 3 Monaten Löcher an der Zehe vom Schlurfen - keine Modifikationen möglich bei dem Modell. Neu besohlt hielten sie nicht mehr am Huf, warum auch immer...

    -Swiss Horse Boot: halten am Huf, scheuern aber bei ritten länger wie 2 Stunden in der Fessel. Verbesserungen mit Lammfel u.ä. brachten keine Besserung. der SHB ist also nur als Notfallschuh zu sehen. Auch konnte ich ihn wegen des Aufscherproblems nicht auf Sohlenhaltbarkeit bezgl des Schlurfens testen

    EB Glove: obwohl von der Hufpflegerin angepasst, waren diese Schuhe nach 2 Monaten so ausgeleihert, dass sie trotz Powerstraps nicht mehr am Huf hielten und ständig fliegen gingen mit unzähligen gerissenen Gaitern. Sohlenhaltbarkeit konnte hier auch deshalb nicht getestet werrden...

    -EB Classic in rot: verloren, schon im Trab - schade, sahen schick aus.

    -EB Bare: konnte ich, wohl wegen der sehr runden Hufe, nie richtig passend auf das Pony einstellen, so gingen sie ewig fliegen, der Versuch wurde schnell abgebrochen.

    -EB Edge: die Schuhe halten bis versammelter Galopp an den Hinterhufen (ovaler), vorne halten sie wg runder Hufe nicht. Da ich aber auch mal schneller reiten will , kommt der Edge nicht so oft zum Einsatz und dient eher zur Schonung der Epic.

    Insgesamt glaube ich, dass es keinen schlechten Hufschuh im Allgemeinen gibt, sondern dass man das RICHTIGE MODELL fürs eigene Pferd finden muss, was bei mir auch lange gedauert und sehr nerv-raubend war....

  7. #7
    Erfahrener Benutzer
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    Servus!

    Deinen letzten Satz unterstreiche ich voll!!!
    Event könntest du die Blackforest noch versuchen. Die möchte ich, wenn sich die Hufform stabilisiert hat, unbedingt versuchen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß der Epic eine zu weiche Sohle hat und er sich doch verbiegt, wenn wir mit Stollen auf Asphalt gehen. Ich sah nach der Hufbearbeitung punktuelle Druckstellen an den Hufsohlen, obwohl ich riesige Beilagscheiben verwendet hatte.

    Nun habe ich einen neuen Versuch gestartet. Ich habe ein altes Küchenschneidbrett (die weißen von Ikea) genommen, mit der Flex ein Profil eingeschnitten und es an die Schuhsohle geklebt (Montagekleber). Hat zumindest nichts gekostet, außer 1 Stunde arbeit pro Schuh.
    Erster Praxistest erfolgt vielleicht schon dieses Wochenende.

    LG gerald

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