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Thema: Training

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Training

    Hallo allerseits,

    an diesem Wochenende haben wir aufgrund des heissen Wetters mal wieder ein bisschen Bodenarbeit im Roundpen gemacht. Zum Ende der Trainingseinheit gab es dann noch ein bisschen Abhärtungstraining. Ich habe einen großen weißen Pappkarton mit in den Roundpen genommen. Zoom fand das Ding zum Fürchten. aber nach rd. 20 Minuten hat er den Karton dann mehrmals mit den Nase angestupst, was für ihn schon eine große Überwindung seiner Angst bedeutete.

    Chip ist eher das Gegenteil. Er hat den Karton von allen Seiten untersucht und angeknabbert. Nach rd. 15 Minuten hat er dann auch den Karton auf dem Rücken geduldet. So wie vorher bereits alles, was ich ihm so auf den Rücken gepackt habe.

    LG silberkatze

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Hallo allerseits,

    am letzten Wochenende hatte ich Besuch bei mir zu Hause. Natürlich wollten beide auch Einblick in meine Wohnung erhalten. Wenige Sekunden später hat Chip übrigens auch den Geschmack meines Sessels getestet. Ansonsten war es ein ganz entspannter Tag mit zwei sehr angenehmen Besuchern.

    LG silberkatze

  3. #3
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    Super Foto!

    Genau so eines habe ich auch, leider "nur" analog, denn es ist schon eine Zeit her.
    Wir waren damals auf einem Wanderritt zu einer Bekannten, die ein ebenerdiges Bauernhaus hatte und unsere Pferde übernachteten frei im Innenhof.
    Als wir Abends im Wohnzimmer zusammen saßen, haben unsere Pferde genau so beim Fenster hereingeschaut.

    LG gerald

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sunny-Iris
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    Es ist immer von Vorteil, wenn die Pferde Neugierde zeigen. Und deine zwei scheinen wirklich interessiert zu sein.

    Schön, dass du deine Pferde am Haus hast. Wäre auch ein Traum von mir, obwohl mein Pony in einem wirklichen schönen Stall untergebracht ist.

    LG
    Iris

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Hallo Sunny-Iris,

    leider habe ich meine beiden nicht am Hause. Sie waren nur zum "Rasen mähen" bei mir. Zur Zeit sehe ich sie berufsbedingt nur am Wochenende und das wird bis zum nächsten Februar auch noch so weitergehen. Aber auch sie sind in einem guten Stall und jetzt mit 11 weiteren Kumpels auf der Weide.

    LG silberkatze

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Barfuss
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    hab da mal eine Frage:
    wenn ihr weniger Zeit für die Pferde habt und ihr plant einen längeren urlaub mit dem pferd wie trainiert ihr die Pferde damit die Pferde eine Woche reiten ohne koplikationen bewegt werrden können????? Longieren hab ich mit unserer Stute schon 2mal probiert aber das will sie nicht so gerne, entweder sie rennt wie blöde oder buckelt und steigt mich an, bin da echt etwas überfordert....wenn ihr ausreitets mach ihr dann irgendwelche übungen zum gymnastizieren, z.b mal ne Volte oder über Baumstämme etc.....
    danke vorab für eure tips

  7. #7
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    Wir kommen ja im Normalfall auch nur Fr, Sa So zum Reiten und Fahren. Da sind wir zwar sehr fleißig, aber für lange Touren ist es wahrscheinlich auch zu wenig.
    Machen wir dann längere Sachen, dann reiten wir die ersten paar Tage einfach weniger, also so zwischen 20 und max. 30 km und vor allem fast nur Schritt. nach 4-5 Tagen gehen dann schon 40-45, allerdings machen wir das nur, wenns mit den Quartieren sein muß. Wir sind ja nicht auf der Flucht.

    Longieren mach ich auch nicht, ich mags nicht und mein Pferd auch nicht. Vor allem denke ich, daß das auch kaum Kondi bringt. Dafür nützen wir bei den Ausritten jeden Baum am Boden, gehen 8er um 2 engstehende Bäume (Biegung) und lassen kein Geländehindernis aus, jeder Graben wird durchquert, jeder Bach entlang gegangen, jeder Berg erklommen, usw.

    Generell denke ich, daß man im Schritt keinem halbwegs trainierten Pferd schaden kann. Ruinieren kann man es nur mit Geschwindigkeit und/oder schlechtem Sitz, Sattel oder ungeeigneten Pads.

    LG gerald

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Hallo,

    auch ich komme im Moment berufsbedingt nur am Wochenende zu meinen beiden. Aber für einen langen Ausritt (bis zu 4 Stunden) sind sie durch die Bewegung auf der Weide fit genug. Ein erfahrener Wanderreittrainer hat mir sogar mal gesagt, dass Pferde, die 24 Stunden in einer Herde auf der Weide sind, ohne weiteres Training einen 2-Tagesritt mitmachen könnten. Nun, das geht mir ein wenig zu weit. Für diese Ritte würde ich meine beiden wenigstens zwei Monate lang täglich bewegen. Ich mache auch Roundpen und Longenarbeit. Dabei nutze ich oft zwei Kavalettis, damit die Pferde nicht nur stumpf im Kreis laufen. Außerdem müssen sie dann die Beine wesentlich mehr heben.

    Aber ich mache als Training auch lange Ausritte (dann mit Handpferd). Da bei uns ziemlich alles platt ist (Heide) nutzen wir jede minimale Erhebung, um darüber zu gehen. Auch am Wegesrand liegende Baumstämme eignen sich gut zum darüber reiten, wie Du ja selber schon erkannt hast.

    LG silberkatze

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Barfuss
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    dann bin ich ja doch so in etwa auf dem richtigen weg wie wir das machen, aber ich denke auch man sollte so aus dem bauch raus handeln bis jetzt war das nicht so verkehrt.....
    aber ich hör mir gerne an wie andere das so handhaben man kann sich ja nur verbessern.... lieben dank für eure komentare

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Training

    Hallo Barfuss

    Ein paar Infos vorneweg. Flash mein Araber bewegst sich pro Nacht beim grasen auf unserer Koppel bis zu 26 km weit. Gemessen mit GPS. Trainierte Distanzpferde gehen bis zu 160 km pro Tag. Wir schaffen mit unseren Pferden bis zu 240 km in 3 Tagen. 1500 Lkm in 28 Tagen. Unsere Pferde sind keine Ausnahmepferde. Sie sind nur gut konditioniert und leben in einem Offenstall.

    Es gibt grundsätzlich zwei Sorten von Pferden. Bodybuilder, dazu gehören z.B. Haflinger, Freiberger, Quarters und andere eher schwerer gebaute Pferde, deren Muskelfaser auf kurzfristig hohe Leistung (Kraft) ausgelegt sind. Die andere Gruppe sind die Marathonläufer, (Araber, Trakener, Traber) deren Muskelfasern auf lange Ausdauer-Arbeit ausgelegt sind.

    Das mal vorne weg. Wenn ich ein Pferd mit Bodybuildereigenschaften habe, tue ich mich mit dem Trainieren auf die Distanz schwerer, als wenn ich einen Marathonläufer habe. Das Training selber ist für beide Gruppen letztendlich gleich. Auf der anderen Seite fällt dafür dem Distanzer das Klettern im Gebirge schwerer und hier ist das Training für ihn anstrengender.

    Um das Pferd für einen Wanderritt fit zu bekommen gilt es zwei Bereiche zu trainieren. Zum einen den physichen Bereich, zum anderen den mentalen oder psychischen Bereich.

    Zum physichen Bereich:
    Im Offenstall gehaltende und gesunde Pferde (>5 Jahre) sind problemlos in der Lage 2 x 25 km Tagesirtte ohne besonderes Training zu machen. Meine Erfahrung ist, dass nicht alle Reiter das so problemlos wegstecken. Deshalb ist es wichtig, dass vorallem die Reiter sich trainieren, um diese und grössere Distanzen verkraften zu können. Denn wenn die Reiter vorzeitig müde werden, fangen sie an das Pferd zu belasten und dieses ermüdet dann ebenso vorzeitig.
    Es gilt: Es sind die kg, die ein Pferd müde machen, nicht die km.

    Der Mentale Bereich.
    Pferde ermüden viel schneller mental als physisch. Das heisst, (dass abhängig vom Pferd) die Eindrücke und furchteinflössenden Dinge, die das Pferd auf einer solchen Tour verarbeiten muss, das junge und unerfahrene Pferd viel stärker belasten (bis zur Kolik) als die physiche Bealstung von 25 km. Deshalb ist das mentale Training im Anfang fast der wichtigere Faktor, als das physische Training.

    Mentales Training:
    Ich suche für mein Pferd die Herausforderung. Von Anfang an lernt er mit Blachen, Flatterbändern etc. Glocken, Seilen und Bändern, Holzbrettern und Balken zurecht zu kommen. Jedes Ding, wo vor er scheut, wird er zusammen mit mir und unter meiner Anleitung inspizieren. Und zwar so, dass er es mit beiden Augen betrachten kann. Dazu reite ich so oft ich kann, zum Bauernhof rauf, um ihn mit Schweinen, Kühen, Hühnern und Hunden etc. zu konfrontieren. Schiessanlagen, Windkrafträder, Kirmesveranstaltungen, Traktoren oder Bagger, Lokomotiven, LKW s, Bahnschranken, die irgendwo tätig sind, sind anzureitende Ziele, um mein Pferd daran zu gewöhnen. Bachläufe, schmale Stege, Treppen, Kieshalden in Kiesgruben, Tunnels und Ueberführungen etc. Bäume im Wald können bei jedem Ausritt genutzt werden, um ihn mental auf den Wanderritt vor zu bereiten.

    Physisches Training:
    Ich habe das Glück dass hinter meinem Hof ein Berg mit 400 Hm liegt, auf den ich in 45 min Trab hinauf reiten kann. Wenn mein Pferd die ganze Strecke hinauf getrabt ist, (8 km) und oben nicht schwitzt, ist er fit...Wenn ich nebenher laufen kann, und oben ebenfalls nicht schwitzend ankomme, bin ich es auch.
    Mein Pferd Araber wiegt 480 kg, ich wiege 87 und mit vollem Gepäck sind wir bei etwas über 120 kg.

    Aufbautraining: 3 x die Woche
    Wir gingen im Schirtt den Berg hoch und haben nach 10 min. eine kurze Trabstrecke von 3-4 Minuten eingelegt. Die Trabphasen wurden jedesmal um 1 minute verlängert. Nach 3 Monaten sind wir die ganze Strecke hochgetrabt. Dies Kondition war nach 2 Jahren gefestigt, so dass wir im Frühjahr des dritten Jahres in ca. 1 Woche dieses Ziel wieder erreicht hatten.

    Im flachen Land, braucht das ganze natürlich etwas mehr Zeit, dafür kann man sicherlich die Trabphasen von anfang an länger machen und nach 10 Minuten 5 MInuten traben, und diese dann verlängern. Dabei gilt es das Lungenvolumen zu stärken, den Herzmuskel zu trainieren. Voraussetzung dazu ist natürlich, dass das Pferd gut gymnastiziert ist, den Reiter richtig in einer guten Selbsthaltung trägt und dass der Sattel passt.

    Inzwischen ist Flash 21 Jahr alt und ich merke, dass er heute länger braucht, um sich zu regenerieren als früher und deshalb treten wir jetzt etwas kürzer und machen nur noch soviel wie ihm auch richtig Spass machem. ZB. 75 km im Schwarzwald, 1 Tag Pause und wieder 75 km zurück. Dazu ist zu sagen, dass Flash und Pachlavan am Knotenhalfter laufen, wir ihnen den Zügel hingeben und sie selber sowohl das Tempo wie auch die Gangart bestimmen. Wir können dann einfach entspannt geniessen.

    Gruss
    Alpentrekker

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