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Thema: 2011 Altai Mongolia

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    2011 Altai Mongolia

    Hallo Wanderreitfreunde
    Ab nächster Woche sind wir 4 Wochen im Altai in der Mongolei unterwegs. 2000 Jahre Wanderreiterfahrung warten darauf von uns erlebt und erfahren zu werden. Berichte darüber, wenn wir wieder zurück sind.
    Updates findet ihr soweit möglich unter Alpentrekking
    Herzlichen Gruss und happy trails
    Alpentrekker

  2. #2
    Administrator Avatar von dusty
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    ....dann grüße mir unser leider "passives" Mitglied Lütte, die sich seit Sonntag in der Mongolei reitenderweise aufhält, falls du sie triffst.
    Und dir wünsche ich tolle Eindrücke und Erlebnisse. Und mach nicht zuviele Ponys platt, sind keine Araber.
    LG
    dusty
    Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.
    (Voltaire)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Zitat Zitat von dusty Beitrag anzeigen
    ....dann grüße mir unser leider "passives" Mitglied Lütte, die sich seit Sonntag in der Mongolei reitenderweise aufhält, falls du sie triffst.
    Und dir wünsche ich tolle Eindrücke und Erlebnisse. Und mach nicht zuviele Ponys platt, sind keine Araber.
    LG
    dusty
    Ich werde nach Lütte ausschau halten.... allerdings bei drei mal Deutschland, ein nicht ganz leichtes unterfangen. Wenn ich meinen Tourmanager aus Bayan Olgi so reden höre, sind unsere Araber Weisenkinder zu der Leistungsfähigkeit der Mongolen Pferde. (Den Begriff Pony mag er absolut nicht). Das ist auch unsere grösste Sorge, so ...schaun mer moi....
    Gruss
    Alpentrekker

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von silberkatze
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    Hallo Alpentrekker, auch von mir viel Spaß und bitte schöne Fotos und Erlebnisse mitbringen.

    LG silberkatze

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Barfuss
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    wünsch Euch guten Ritt und kommt heil wieder nach hause.....
    freu mich schon auf die Fotos und Berichte!!

  6. #6
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    ... wunderschöne Ritte, interessante Begegnungen und eine herrliche Zeit im Altai
    wünscht Euch

    Greta

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Mongolei Altai 4 Wochen 840 km

    Wir sind über Moskau nach UB UlaanBataar geflogen, in die Hauptstadt der Mongolei. Von dort gings direkt weiter nach Bayan Olgii City ganz im Westen des Landes. Und direkt bedeutet, der Flug nach BU sollte um 10 Uhr losgehen, die Verspätung betrug knappe 5 h. Aber macht nichts, wir haben die Uhren, die haben die Zeit. Gründe für die Verspätung ?.... keine erhältlich.... bzw. nur wundersame Theorieren....Winstürme... wir haben blauen Himmel und 30 Grad.... aber keinen störts wirklich. Als es dann endlich los ging, wurde mir zum ersten mal etwas mulmig. Da unter uns erstreckten sich endlose Weiten, braune, hellbraune, mit leichtem Grün durchzogene Flächen, eingeramt von Hügelkuppen und niedrigen Gebirgszügen und dazwischen eine braune Linie..... muss wohl die Hauptstrasse nach UB sein.. Da unten, in dem Gelände werden wir also die nächsten 4 Wochen unterwegs sein.....

    In Bayan Olgi werden wir vom Fahrer und dem Guide in Empfang genommen und erst mal zur Familie unseres Tourveranstalters gebracht, den wir zwar in UB Airport kurz kennen gelernt haben, der aber selber die ganze Zeit über in UB bleiben wird, da er gerade Land gekauft hat und dieses einzäunen lassen muss, um dort später Grossveranstaltungen mit seinen kasachischen Eagle Hunters durchführen zu können. Ueber staube Strassen gelangen wir in einen kleinen Hof, umzäunt von einer Lehmmauer, dort an der Mauer sitzt eine ältere Dame auf einem Teppich, der im Staub liegt. Es ist die Mutter von Aynabek. Wir stellen uns vor und werden von der herauseilenden Frau von Aynabek freundlich begrüsst und ins kleine einstöckige mit weissem Putz versehenen Lehmgebäude geführt.

    Wir bekommen Tee mit Milch serviert, dazu kleine frittierte Brötchen und Käse (zum Kàse kommen wir noch). Später nehmen wir die Ausrüstung meines Freundes aus Australien in Augenschein. Ebenso unsere beiden Pakete mit 30 kg Lebensmittel und 30 kg Ausrüstung Morgen werden wir auf dem Schwarzmarkt einkaufen gehen und alles Benötigte besorgen.

    Dabei sind auf dieser Tour Pat aus Freiburg, meine langjährige Begleiterin und Olivia, eine Distanzreiterin aus der Schweiz, mit der wir schon in Rumänien unterwegs waren.

    Am nächsten Morgen, das Frühstück besteht aus Tee mit Milch mit kleinen frittierten Brötchen und ratet mal.... jawohl Kàse ....und wir gehen zum Markt, auf dem es angeblich alles zu kaufen gibt, was wir benötigen..... und ja, es gibt unglaubliche Mengen von allem, (Abibas, Puna, LaKOste) alles aus China, aber zum Beispiel eine Wolldecke..oder ein Fell... das wird sehr schwierig. Aber da gibts ja doch welche, aus Kashmirwolle, 250.-- Dollar das 2 qm Teil. Aber wohl doch etwas exclusiv als Sattelpad. Oder die anderen die knallbunt gefütterten Polyesterdecken, die zwar flauschig weich, aber nach 3 Tagen durchgescheuert sein werden. Felle gibts auch.... eingentlich sind es eher frisch gestpelte Tierhäute, die neben Hufen und Schweifen von Yaks, Schafen und Pferden, im Fleischer Viertel gestapelt auf dem Boden liegen. Nicht wirklich was für unsere westlichen Nasen. Wir entscheiden uns für eine Kinderbettdecke, die wir halbieren und gleich in der Nähstube nebenan, absteppen lassen. Und dazu kaufen wir 6 qm Kunststofffilz mit Wollanteil, der hier Isoliermaterial für den Fussbodenbelag verkauft wird. Wir erstehen 10 m Kunststoffband, um die mitgebrachten Sättel und Sattelgurte miteinander verbinden zu können und einige Gürtel, um die Rollen befestigen zu können. Wir fahren zur Militärbehörde und holen unsere Permits für die Nationalparks, die wir durchreiten werden und kaufen noch zusätzliche Lebensmittel ein. Kurz vor Mittag fahren wir los Richtung Südwesen nach Zoos Erreg, einem Schullandheim in dem Tal, wo wir unsere Pferde finden werden.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alpentrekker
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    Mongolei Altai 2011 1. Tag

    Der Fahrer fährt die etwa 80 km in 2 Stunden und wir werden in dem alten Russenjeep ganz schön geschüttelt. Vorallem hinten, da die nicht sehen, was auf sie zu kommt. Mir gehts da besser. Wir kommen über einen Pass und fahren hinunter in ein vergleichsweise grünes Tal und halten einen breiten Fluss furtend vor zwei Gers, die mitten in der Pampa stehen. Es ist der Vater des Fahrers, der hier seine Zelte aufgestellt hat und der uns die Pferde zur Verfügung stellt. Aber das erfahren wir erst im Laufe des Abends. Wir steigen aus und entladen den Jeep, wobei unsere Ausrüstung von immer mehr herbeireitendenden Männern ausgiebig begutachtet und mit dopple thumps up und OK OK beurteilt wird. Wir werden ins Ger gebeten und .... na ja dass kennen wir ja jetzt schon.... etwa eine Stunde später frage ich nach den Perden und mir wird gesagt, die werden gleich kommen. Der Gastgeber steht auf und verschwindet und dann tut sich für die nächste halbe Stunde gar nichts, ausser dass ich kein WC findend, mich in einem trockenen Teil des Flusses erleichtere. Dann sehe ich wie aus der Ferne zwei Pferde angetrabt kommen und ein drittes von einem Reiter geritten wird. Es ist ein 8 jähriger Junge, der die beiden anderen zu uns her treibt. Sie werden mit Raw-Hide Halfter aufgezäunt n und mit einem Eisenpflock am 5 m Seil am Boden festgebunden. Dann kommen zwei weitere Pferde, noch ein Fuchs und ein kleinerer schwarzer dazu. Wir bestaunen die Pferde und ich bin einiger massen endtäuscht, hatten wir doch mehrfach schriftlich bestätigt bekommen, dass wir kasachische Pferde mit Stockmass 150cm bekommen würden, und dafür extra 150.- US Dollar mehr bezhalt. Aber was da vor mir stand, konnte die Grösse von 140 vielleicht knapp erreichen.... aber man nimmt was man kriegen kann und so werden die Pferde für einen ersten Proberitt mit Gepäck gesattelt und oh wunder, jeder hat ein Pad, einen zumindest dem jeweiligen Reiterhintern angemessenen Sattel, Bauchgurt und Steigbügel. Sogar der Packsattel der US-Army den Neale mir zur Verfügung gestellt hat, passte einigermassen auf das Pferd, wenn wir auch die Decke 6 fach gefaltet, (Marke Nato made in Nagold Schwarzwald) plus Filzpad unterlegen mussten, damit wir noch Platz hatten, den Bauchgurt auch zu verschnallen. Nachdem alles noch von den verschiedenen anwesenden Fachleuten, in ihrer für uns nicht zugänglichen Sprache mit viel OK OK begutachtet wurde, wurden wir instruiert auf jeden Fall nur jeweils links auf zu steigen und dann ging die Post ab. Quer über Stock und Stein, im Zuckeltrab gings das Tal hinauf und wir fanden so langsam in den Rythmus der Pferde. Nach dem Ritt entschied sich Olivia das Pferd gegen das Packpferd zu tauschen, da die Hufe viel zu lang waren, und das Pferd laufend stolperte. Ich behielt den Grössten (auch was Dichschädligkeit angeht) für mich und Pad und der Guide waren mit der Wahl ihrer Pferde ebenfalls zufrieden. Der Guide sass auf einem Mongolen Sattel, Pad auf ihrem Deutschen Springsattel, ich hatte einen Wintec Vielseitigkeitssattel und Olivia ihren Podium Distanzsattel und so wurden die Pferde wieder abgesattelt, die Zelte aufgestellt und dann gabs, ja was den Wohl...natürlich..wieder Tee. Unter unseren Augen wurden im Zelt auf dem Boden neben dem Herd auf einer Plastiktischtecke Weizenmehl-Wasser Teig ausgerollt, auf dem Herd kurz angetrocknet und zu Flädli verarbeitet. DAs Schaffleisch in kleine Stücke geschnitten, dann in Yakbutter und Wasser mit einer winzigen Prise Salz gedünstet und dann hiess es warten. So gegen 21 Uhr was das Fleisch dann weich genug und die Flädli konnten zugefügt werden. Inzwischen unterhielten wir uns mit HIlfe des Guide mit dem Vater des Fahrers und tranken natürlich Tee und tranken nochmals Tee und der Vater erzaehlte uns voll Stolz dass er bis zu 12 Tassen ( ca. 3 ltr.) runterkriegen würde. Gesehen habe ich es nicht, aber nach der 6 Schüssel habe ich auch zu zählen aufgehört. Ich hielt mich bescheiden zurück und hörte nach der zweiten Tasse auf, was mit viel Unverständnis zuer Kenntnis genommen wurde. Wenn man jedoch nicht auf der Hut war, und seine Schüssel gut im Auge behilt, war diese ruckzuck wieder gefüllt und man sass wieder vor dem Getränk und musste es irgendwie wieder einigermassen leeren.

  9. #9
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    Mongolei Altai 2011 2. Tag

    Nach einer windgebeutelten Nacht (die zwei von mir selbst entwickelten Ultralight-Zelte, hielten dicht) standen wir um 6 Uhr auf und fingen an unsere Sachen zu packen, um dann um 7 Uhr wieder Tschai und Yak-Butter-Brötchen im Ger zu uns zu nehmen. Um 9 waren die Pferde gesattelt, wobei immer einer das Pferd hielt und der andere das Satteln übernahm. Am längsten brauche ich beim Packen des Packpferdes, da auf dem US-Army Sattel zuerst die beiden aus Leder gefertigen Satteltaschen befestigt werden mussten und dann obendrauf noch die zwei Zelte und die Kücherolle montiert werden musste. Wir tauschten die Yak-Raw-hide Halfter gegen unsere Knotenhalfter zur Verwunderung der Pferdebesitzer und mussten natürlich noch einige Fotos machen, bevor wir aufstiegen, um Richtung Norden das Tal hinauf zu reiten. Das sichtbare Tal ist etwa 3 km breit und etwa 20 km lang und wir befinden uns etwa auf der Mitte. Wir queren einige Bachläufe, die allesamt nur 40-50 cm tief aber bis 20 m breit waren und ritten hinauf auf die linke Talseite, da dort die Naturstrasse Richtung Norden verlief. Entlang der Stromleitungen, die den Ort Tolbo mit Strom versorgten ritten wir im Schritt, immer das Gepäck beäugend dem Weg entlang. Das Handpferd war sich nicht im klaren, dass wenn er stehenblieb, um zu scheissen, ich fast vom anderen Pferd fallen würde, also verbrauchten wir einige Energie ihm klar zu machen, dass er nicht hinter sondern neben mir zu laufen hatte. Was nicht ganz einfach war, denn sobald ich die Zügel hob, blieb er automatisch stehen. Einige Zedern dauchten vor uns auf und der Fluss rückte immer Näher. Nach einiger Zeit entschieden wir uns für einen ersten Trab, was prompt dazu führte, dass der Sattel nach links verrutschte und das Pferd sich losriss und den Berg hinauf stürmte, wobei ihm der Sattel bis auf den Bauch hinunter rutschte. Der Guide und Pat ritten hinterher, um das Pferd wieder einzufangen und Olivia und ich stiegen ab, um die verstreuten Teile wieder einzusammeln. Nach 30 Minuten war alles wieder gepackt und ein zweiter Bauchgurt sicherte die Ladung nach hinten. Diesmal musste das Pferd seinen Kopf oben behalten und ich konnte den Gurt um 5 Löcher strammer ziehen. Wir kamen gut voran, und machten gegen Mittag Pause, um in der Nähe des Flusses die Pferde an zu pflocken und grasen zu lassen und selber was zu trinken und zu essen. Die Pferde liefen im Trab so 8 kmh und man konnte gut aussitzen. Sie sind jedoch sehr eigenwillig und entscheiden selber wann und ob und wo sie durch einen Flusslauf gehen und meiner scheut noch dazu vor Felsen die am Wegesrand liegen.

  10. #10
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    Danke
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    Danke AT!

    Wunderbar,harre ungeduldig auf die Fortsetzung..........

    LG gerald

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