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Thema: Wurmpaste?

  1. #1
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    Wurmpaste?

    Grüß Euch!

    Die Hersteller von Markenwurmpasten sprechen doch immer davon, daß die Würmer resistent werden und daher die Pasten immer weiter entwickelt werden müssen.
    Jetzt habe ich aber gerade ein Generikum einer Marken-Wurmpaste gesehen. Da Generika aber doch nur 10 (??) Jahre alte Marken nachmachen dürfen (Patentrecht), dann können die doch nicht gegen die "moderneren" Würmer nützen.

    Was stimmt also?
    Lügen die Markenhersteller und die Würmer entwickeln sich NICHT weiter, oder sind Generika-Wurmmittel nicht wirklich wirksam?

    LG gerald

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von diala
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    Hi Gerald,

    ich meinte, der Patentschutz bestünde bei Medikamenten sogar für 20 Jahre.

    Ich nehme an, du beziehst dich auf die am häufigsten verwendeten Wurmkuren, die Inhaltsstoffe der Wirkgruppe "Avermectine" enhalten. Also Ivermectin (Eqvalan, Equimax, Eraquell, Vectin etc.) und Moxidectin (Equest) . (Bei den älteren Wurmkuren der Benzimidazol-Gruppe sind die Resistenzen wohlbekannt, weit verbreitet, und ein riesiges Problem.)

    In einer Publikation aus 2007 (was aktuelleres habe ich auf die Schnelle nicht gefunden) wird berichtet, dass ausser bei Schafen in Südafrika und Australien erst kürzlich in einer Rinderherde in England Resistenzen gegen Avermectine gefunden worden sind. Bei Pferden wurden bis 2007 noch nirgends Avermectinresistenzen gefunden.

    Also: die Pasten sind wirksam, und die Würmer haben in diesem speziellen Fall Mühe, ihre Calciumkanäle umzubauen, um der Lähmung zu entgehen. Es gibt einfachere und schweirigere Wege, Resistenzen zu entwickeln; dies hier scheint ein schwieriger zu sein. (Bakterien haben es da leichter; sie können Resistenzen z.T. wie eine Infektion weitergeben.)

    Die Weiterentwicklung (jedenfalls bis zur Marktreife) findet momentan wegen des grossen Erfolges und der doch recht hohen therapeutischen Sicherheit v.a. innerhalb der Avermectingruppe statt, nix neues ausserhalb.

    Das grosse Problem bei den Avermectinen sind übrigens nicht die Resistenzen, sondern die Auswirkungen auf die Umwelt. Sie killen nicht nur die Darmparasiten, sondern monatelang auch die Regenwürmer, die den Mist zersetzen sollten, sowie alle andern Gliederfüssler im Boden.

  3. #3
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    Danke diala!

    Das heist also, die Markenhersteller lügen, bzw übertrteiben maßlos und das Generikum (laut Beipacktext Ivermectin) sollte wirken.
    Wäre recht günstig, denn es kostet 12 Euro anstelle von 26 und wir benötigen 3 Spritzen für unsere Kaltis.

    Danke dir nochmals für die Info und wenn unsere Pferde jetzt an Verwurmung sterben, vist DU schuld

    LG gerald

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von diala
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    autsch - jetzt hast du mir grade den Tag verdorben - wie kann ich mit DER Verantwortung leben? ich bitte dich, ALLES zu tun, damit die zwei nicht sterben!!! also nach dem Ivermectin bitte noch ein Kilo Karotten und eine Knoblauchknolle nachschieben...

  5. #5
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    Befolge natürlich deine Ratschläge, ja ich werde sie sogar MEHR als befolgen. Wenn schon die von dir angegebene Menge gut ist, wie gut muß es da sein, wenn ich 10kg Karotten und 10 Knoblauchknollen pro Mahlzeit verfüttere........

    LG gerald

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von diala
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    sind schliesslich Kaltis, die brauchen schon etwas mehr...

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