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Thema: Headshaking

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Headshaking

    Begrüßung,

    so, nachdem ich mir nun 99%ig sicher bin das mein Zosse seit ca. einem halben Jahr zur Runde der Headshaker gehört frage ich mal so nach Erfahrungen. Nachdem es am Sattel, Ausrüstung usw. ehr nicht liegen kann / sollte scheint es wohl "krankheitlich" bedingt zu sein. Wie sind die Therapiechancen? Hilft das Nasennetz? Wie sieht das aus? Normale Fliegenfransen?
    Freu mich mal über Efahrungsberichte.

    Gruß Ben

  2. #2
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    Servus Ben!

    Das Pferd meiner Frau ist HSler.
    Als wir es vor gut einem Jahr gekauft haben, war erst nix. Im ersten Frühjahr ging es dann los. Auch wir dachten erst an "falsche Ausrüstung". Dann habe ich alles gelesen, was es zu HS zu lesen gab und herum probiert.

    Echte Heilung gibt es nicht! Was wirklich der Auslöser im einzelnen Fall ist, weis man nicht!
    Anscheinend hat es mit dem Trigeminusnerv zu tun.

    Die häufigsten Auslöser sollen Sonnenlicht und Wärme, angeschlagenes Imunsystem und Streß sein.

    Wir haben probiert:

    Haaranalyse und darauf abgestimmt Homöopathische Mittel. Hat absolut nichts genützt!
    Das Imunsystem stärkende Mittel Gladiator. Hat ebenso wenig genützt.
    Ein spezielles, lichtreduzierendes Augennetz mit zusätzlicher Nasenabdeckung. Hat kaum bis gar nicht geholfen.
    Ein normales Fliegenschutzband einfach weiter unten montiert. DAS WAR ES DANN.

    Ist das Teil drann, dann haben wir ein absolut normales Pferd. Bei einem Ausritt verlohren wir das Ding und sofort bemerkten wir durch schütteln, daß es weg war. Zurück geritten, gefunden und wieder montiert und alles war wieder normal.

    Wir haben jetzt in der helleren Jahreszeit den Lichtschutz auf der Koppel, allerdings ohne Nasenteil und beim reiten ein selbstgebasteltes, ledernes Nasenband mit Lederbändern. Das passt farblich zum Zaumzeug. Beim fahren ganz normale Fliegenbänder unten montiert.

    So haben wir diese Krankheit sehr gut unter Kontrolle.

    LG gerald

  3. #3
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    @Wolfman
    Oh das ist aber Mist. Hat das denn irgendwann plötzlich angefangen oder schleichend ?
    Und har er das vorher gar nicht gemacht ?
    Bin da sehr neugirig, weil befreundete Reiter auch nen HSler haben.

    @gerald
    Hast Du evtl mal ein Bild von Eurer Konstruktion ? Würde mich mal interessieren, wie das aussieht, was Ihr da gebastelt habt.
    --------------------------------------------------------------------------------------------
    LG Snorki

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Orie
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    Ja, unsere Stute ist auch HSler.
    Im Winter weitestgehend Symptomfrei, im Frühjahr und sommer verstärkt, langsam im Herbst nachlassend (es finden ind er Zeit keine Ausrüstungswechsel statt!)
    Das Nasennetz, welches wir zuerst probierten, fand sie schrecklich! Damit kam sie garnicht klar, sie wurde fast irre.
    Dito bei Fliegenmasken, die auch über die Nase reichen.

    Super geholfen hat bei uns, wie bei Gerald auch, die Fliegenfransen!
    Die werden, anstatt sie oben am Stirnband zu befestigen, einfach weiter unten angehängt, damit sie über die Nüstern reichen.
    Das war auch bei uns der Durchbruch. damit können wir den ganzen sommer völlig unbehelligt reiten.
    Übrigens ist die Stute auch in Sachen Ungeziefer jeglicher Art viel empfindlicher als andere Pferde, sie dreht schier ab, wenn sie da auf der Weide ohne "dunkle Höhle" stehen muß, wenngleich sie aber kein Ekzemer ist.

    Foto habe ich auf dem Rechner, nur gerade keine Zeit, das hochzuladen......
    Kommt noch!

    Grüßles!
    Carpe Diem!

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Danke erstmal für die Antworten. Ich werde mal die Fliegenfransen probieren, vielleicht hilft´s. Anfangs hielt ich das für eine Unart. Aber mittlerweile denke ich das es krankhaft ist, da sich das ganze immer stärker ausprägt. Mit langen Zügeln kann ich gar nicht mehr reiten, was mir eigentlich recht wichtig ist. Aber das schaukelt sich dann so auf, das er nur Zickzack läuft vor lauter kopfschlagen. Und die ganze Zeit Paraden geben, damit der Kopf einigermassen ruhig bleibt, kann eigentlich nicht Sinn der Sache sein. So stell ich mir das Reiten im Gelände nicht vor. Parallel werde ich noch unsere Physio mal befragen. Sie kommt gerade eh regelmäßig um´s Quarterle zu akkupunktieren. Vielleicht hillft das Nadeln auch gegen Headshaking.

    Gruß Ben

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Orie
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    Ben, bei uns hat AKP in jedem Fall eine zeitweise Erleichterung gebracht, wobei bei uns der HP eigentlich eh immer wieder zur Kontrolle allgemein da ist (SEHR guter Mann!)

    Das HS übrigens bitte nie als Unart abstempeln! Die Pferde leiden darunter.
    Es gibt im I-net eine Seite dazu, wo man sehr viele Infos herbekommt, allerdings auch die, daß es (bisher) nicht heilbar ist. Wobei hier unterschiedliche Untersuchungen zur Behandlung mit TCM laufen, wos wohl schon einzelne Erfolge gegeben haben soll?

    Verglichen wird das Schnicken/ Shaken oft damit, daß es wohl einen Überreiz auf die unteren Verästelungen des Nervus Trigeminus gibt, welche in etwa dem Reiz entspricht, wie wenn man seine Nase an den E-Zaun hält...... So zumindest Messungen bei betroffenen Pferden. Nicht angenehm.

    Infos gibts z.b. hier: http://www.headshaker.eu/was_ist_headshaking.html

    Wobei ich heir sagen muß: "Im Kapitel HS ist heilbar" werden viele sehr fragwürdige Auslöser genannt, die sich hin und her interpretieren lassen......

    Grüßles, und viel Erfolg!
    Wenn man "seinen" Weg zur "Unterdrückung" der Symptome erstmal gefunden hat, macht Reiten Mensch und Pferd auch wieder Spaß, ehrlich!
    Carpe Diem!

  7. #7
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    Servus!

    Die überduchschnittliche Insektenempfindlichkeit kann ich beim Pferd meiner Frau auch bestätigen. Das ist auch der Grund, warum wir die Lichtmaske verwenden. Sie schützt wenigstens den Kopf.

    Einen Unterschier zwischen Sommer und Winter können wir allerdings nicht feststellen. Daher auch die Vermutung, daß unser HS nicht von Licht ausgelöst wird.

    Voll unterstreichen kann ich Ories Meinung!!!!!!!
    HS ist eine Krankheit und keine Unart.
    Da Streß EIN Auslöser sein kann, wäre ein Einwirken nur gegen das Symptom sehr kontraproduktiv. Es erhöht den Streß und damit das HS!!!

    Ich vermute bei unseren Pferd eher ein juken der Nase, ähnlich wenn Insekten darauf sitzen, denn sie verucht sich häufig an allem möglichem zu reiben. Immer nur so kurz, daß es uns anfänglich kaum aufgefallen wäre.
    Aber anscheinend gibt es da auch verschiedene Ausprägungen. Angefangen von einfachem Jukreitz über ein Taubheitsgefühl, bis hin zu extremen Schmerzen, ähnlich der Trigeminus-Neuralgie bei Menschen.
    Ich kannte ein Pferd, daß hatte so große Schmerzen, daß sie sich in der Box sogar den Kopf blutig geschlagen hat. Es musste eingeschläfert werden.

    LG gerald

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Orie
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    Bildle: (diese Fransen sind sehr lang, da haben wir tolle gefunden, haben aber auch den Nachteil, daß wenn das Pferd mal am Boden schnobert, es leichter drauftritt.... )
    Carpe Diem!

  9. #9
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    Servus Ben!

    Gibt es was Neues bei deinem HSer???????

    LG gerald

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wolfman
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    Ein bißchen. Meine Frau ist in 2-3 mal geritten, um zu testen ob er wirklich HS´ler ist oder nur pupertärer Kotzbrocken. Da sie reittechnisch doch viel weiter ist als ich, kann ich mich wohl auf ihr Urteil verlassen. Sie hat ihn um einiges ruhiger gebracht, aber ganz weg bekommt sie es nicht. Ich reite jetzt mit Fliegenmaske, da hält er relativ still, Fliegenfransen brachten garnix. Wir denken es ist eine Mischung aus beidem, Pupertät und HS. Wenn er sich über irgendwas aufregt, geht die Kopfschüttlerei sofort wieder los, läßt sich aber mit leichten Paraden relativ leicht wieder beenden.

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